World Vision: Entschlossenheit, Rechtsstaatlichkeit und Nächstenliebe als Schlüssel zur Bewältigung der Flüchtlingsherausforderung

Wien (OTS) - Mehr als 300.000 Flüchtlinge haben seit Jänner versucht, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Tausende ertranken während der Überfahrt. Auch über den Landweg, über die sogenannte Balkanroute, versuchen viele Menschen in die EU zu gelangen. So wurden laut UNHCR allein in Serbien bisher etwa 83.000 Flüchtlinge registriert. Insbesondere die Regierungen in den Transitländern sind von der Situation völlig überfordert. Schutzsuchende Menschen sterben qualvoll in LKW-Containern, wie zuletzt bei der Flüchtlingstragödie bei Parndorf.

Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision hat jahrelange Erfahrung mit der menschenwürdigen Betreuung von Flüchtlingen, insbesondere Kindern, in den Krisengebieten und Nachbarländern. Oftmals ist dort ihre Betreuung auch deutlich kostengünstiger als in Europa. Sebastian Corti, Geschäftsführer von World Vision Österreich, erinnert daran: "Der weitaus größte Teil der Kriegsflüchtlinge möchte nichts lieber, als in ihr Heimatland zurückkehren und ihre Existenz wieder aufbauen. Aber wenn ihnen keine menschenwürdige Betreuung in Heimatnähe gewährt werden kann, ziehen viele notgedrungen weiter und verfallen den falschen Versprechen der Schlepper. Deshalb muss rasch und koordiniert für eine menschenwürdige Versorgung der Flüchtlinge, insbesondere der Kinder, in Heimatnähe gesorgt werden. Weiters müssen entschlossene Maßnahmen ergriffen werden, um eine Rückkehr in ihre Heimatländer zu ermöglichen. Wie kann Europa, wie kann die Weltgemeinschaft zusehen, wie in Syrien die unvorstellbarsten Verbrechen verübt werden, ohne entschieden einzugreifen?"

World Vision ist besonders über die Situation der minderjährigen Flüchtlinge besorgt. Geschätzte 8.000 Kinder und Jugendliche sind allein unterwegs. Kinder, die allein unterwegs sind, sind besonders gefährdet. Auch Kinder, die mit ihren Familien kommen, benötigen schnelle kindgerechte humanitäre Hilfe, denn Kinder leiden besonders unter Hunger und Durst und den Wetterbedingungen. "World Vision hat in diesen Bereichen jahrzehntelange Erfahrung und kann Aktivitäten rasch ausweiten, sofern die Finanzierung sichergestellt ist", meint Corti abschließend.

Hintergrund

World Vision ist seit Ausbruch des Kriegs in Syrien in großem Umfang mit humanitärer Hilfe in Libanon, Jordanien, Irak, der Türkei und auch in Syrien tätig. Auch in Afghanistan, Pakistan, sowie Somalia und dem Südsudan kümmert sich die Organisation um verfolgte und flüchtende Kinder und ihren Familien.

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