„Weltjournal“ und „WELTjournal +“: „China – Gefährlicher Poker“ und „Korruption – Chinas gierige Kommunisten“

Am 2. September ab 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Ob Börsencrash oder längst überfällige Korrektur der Aktienkurse: Wenn China Schnupfen hat, fürchtet die globale Finanzwirtschaft, sich eine Lungenentzündung zu holen. Das "Weltjournal" - präsentiert von Cornelia Vospernik - zeichnet am Mittwoch, dem 2. September 2015, um 22.30 Uhr in ORF 2 in der Reportage "China - Gefährlicher Poker" die entscheidenden Weichenstellungen in Chinas Wirtschaftspolitik seit Ausbruch der Krise von 2008 nach und zeigt, warum unser Wohlstand inzwischen so stark von den Entwicklungen im Reich der Mitte abhängig ist.

Um 23.05 Uhr berichtet die "WELTjournal +"-Reportage "Korruption -Chinas gierige Kommunisten", wie Bürgerjournalisten in China Missstände aufdecken und in Blogs oder sozialen Netzwerken publik machen bzw. wie sie deswegen von den Behörden bespitzelt werden und manchmal sogar um ihr Leben fürchten müssen.

Weltjournal: "China - Gefährlicher Poker"

Chinas Wirtschaftsboom währte mehr als 30 Jahre lang. Es war die am schnellsten wachsende Ökonomie der Welt. Während der Westen nach der Krise von 2008 durch ein wirtschaftliches Fegefeuer ging, wurde in China gebaut, als gäbe es kein Morgen. Die Staatsführung in Peking reagierte auf die Krise mit umfassenden Konjunkturspritzen, um drohende Wachstumsdellen zu vermeiden. Die Folge waren billige Kredite, der größte Bauboom in der Menschheitsgeschichte und ein Wirtschaftswachstum im zweistelligen Bereich. Mit diesem Turbowachstums ist nun Schluss. Peking experimentiert nun mit erstmals eingesetzten wirtschaftspolitischen Instrumenten zur Stabilisierung der unruhigen Lage.

WELTjournal +: "Korruption - Chinas gierige Kommunisten"

Auch wenn es keine zweistelligen Wachstumsraten mehr sind, das chinesische Wirtschaftswachstum ist nach wie vor eines der höchsten. Ein Bereich boomte bisher besonders: die Korruption. Zwar hat Staatspräsident Xi Jinping bei seinem Amtsantritt vor zwei Jahren versprochen, der Bestechung den Kampf anzusagen. Inzwischen wurden mehr als 300.000 Parteiangehörige gerichtlich verfolgt, es gibt aber noch unzählige weitere korrupte Kader. Die bekanntesten davon, die sogenannten "Tiger", werden in Schauprozessen verurteilt. Dies ist etwa dem ehemaligen Politbüromitglied Bo Xilai passiert, der eine lebenslange Haftstrafe absitzen muss. Wie funktioniert eigentlich die Korruption im Reich der Mitte, wo die schnell wachsenden Städte mit ihren riesigen Bauprojekten ein weites Feld für jegliche Art von illegalen Geschäften bieten? Und was geschieht mit Menschen, die gegen korrupte Beamte protestieren? Die Reportage entstand unter schwierigsten Bedingungen: Die französischen Filmemacher waren als Touristen getarnt unterwegs und wurden von der Polizei mehrmals stundenlang verhört und bei den Aufnahmen behindert.

Beide Sendungen sind auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) - vorbehaltlich vorhandener Online-Lizenzrechte - als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

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