„A ka Dreck“ – Wien ist Umwelt-Musterstadt, auch in der ‚Unterwelt‘

Bürgermeister Häupl besucht Wien Kanal

Wien (OTS/SPW) - SPÖ Wien Vorsitzender, Bürgermeister Dr. Michael Häupl besuchte gestern, Montag, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Wien Kanal in der Großmarktstraße. Das Abwassermanagement von Wien Kanal beeindruckte den Wiener Bürgermeister: "Was Sie hier leisten, ist a ka Dreck!" Der Vergleich mache ihn sicher: "Elementare kommunale Aufgaben, wie das professionelle Abwassermanagement von Wien Kanal dürfen nicht in Händen gewinnorientierter Privatkonzerne sein", stellte Häupl fest. "Schauen wir nach London. Dort haben sich mit der Privatisierung die Wassergebühren verdreifacht, die Investitionen wurden eingeschränkt. Und jetzt kaufen sie es sich wieder zurück." ****

Dem gut gelaunten Wiener Bürgermeister wurde die frisch eingetroffene brandneue Flotte der Saugfahrzeuge für die Kanalreinigung gezeigt. Neben den "normalen" Kanal-Saugfahrzeugen (Kostenpunkt 360.000 Euro) zeigte Wien Kanal-Direktor Andreas Illmer Häupl auch den besonderen Stolz der Flotte: Den ADR Kombisauger, der neben Abwasser und Schlamm in den Kanälen auch Gefahrengut wie Öl absaugen kann.

Häupl überzeugte sich auch vom technischen Fortschritt wie im Falle der Roboterfahrzeuge der Kanalinspektion. Schließlich hatte er schon als Umweltstadtrat das erste "Fernsehauto" gesehen und bewundert. Auch ein Mitarbeiter von Wien Kanal war damals mit dabei: "Erinnern Sie sich noch? Das war, als die Bilder laufen lernten", scherzte er mit Häupl.

"Mit unserer Ausrüstung können wir vom kleinsten Rohr bis zum größten Profil alles erfassen und jeden Schaden aufnehmen. Kleine Profile befahren wir mit unserem Robotern, in große Rohre steigen unsere MitarbeiterInnen und machen digitale Aufnahmen", so Illmer. Die Aufnahmen werden in die Zentrale weitergeleitet, wo die Schäden begutachtet und nach Prioritäten bewertet werden. Schließlich trifft die Planungsabteilung die Entscheidung über notwendige Reparaturen.

Simmering bleibt trocken

Eine wichtige Aufgabe erfüllt der Liesinger Standort von Wien Kanal auch für Simmering: Im Falle eines "Regenereignisses" bekommt Illmer Informationen über die aktuelle Wassermenge über das Handy. Im Fall der Gefahr einer Überflutung Simmerings wird in der Großmannstraße das Regenwasser aus Favoriten und Liesing zwischengespeichert, ein komplexes, redundantes System ermöglicht die Steuerung der Wassermengen. Damit wird Simmering entlastet.

"Habe höchsten Respekt vor Dingen, die ich nicht kann."

Weiter führte die Tour noch in die betriebseigenen Werkstätten, in denen Ausrüstung repariert und teilweise auch selbst hergestellt wird. Die alten Lederstiefel wurden mittlerweile von modernen, durchtrittsicheren ‚Aufziagern‘ mit Stahlkappe, abgelöst. Dennoch werden hier weiterhin Bedarfsartikel wie Gürtel oder Autositzüberzüge aus Leder selbst hergestellt. "Ich habe den höchsten Respekt vor Dingen, die ich nicht kann", zeigte sich Häupl von den handwerklichen Leistungen beeindruckt.

"Freuen uns über jede Frau und jedes Mädchen, die sich hier bewerben"

Häupl besuchte auch die weiblichen jungen Lehrlinge. "Wir sind leider noch sehr männerlastig. Deshalb möchte ich auch hier betonen: Wir freuen uns über Frauen und Mädchen, die sich hier bewerben", so Illmer. "Wir sind stolz darauf, mit Wien Kanal einen moderne Dienstleistungs- und Servicebetrieb bieten zu können, der rund um die Uhr ganz nah an den Bürgerinnen und Bürgern ist - etwa bei ‚kleinen‘ Katastrophen wie Rohrverstopfungen oder auch Autoschlüsseln im Kanal", so Häupl zum Abschluss seines Besuches.

Wien Kanal - Die Abwasserprofis

Mit einer Leitungslänge von mehr als 2.400 Kilometer ist Wien Kanal Österreichs größter Kanalnetzbetreiber. Täglich wird etwa eine halbe Milliarde Liter Abwasser sicher und umweltgerecht zur ebswien Hauptkläranlage in Simmering transportiert. Rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, das Kanalnetz funktionsfähig und sauber zu halten. So wird zum Beispiel täglich 15 Tonnen abgelagertes Material aus den Kanälen geräumt, um den Abfluss zur Kläranlage zu garantieren. Mehr als 99 Prozent aller Haushalte in Wien sind an das städtische Kanalnetz angeschlossen. Trotzdem wächst das Wiener Kanalnetz jährlich um rund zehn Kilometer. Mehr als 700 Kanalbaustellen werden jährlich zur Erhaltung und Reparatur des öffentlichen Kanalnetzes durchgeführt.

Die Großmarktstraße ist einer von insgesamt sechs Standorten von Wien Kanal, die über ganz Wien verteilt sind. Hier befinden sich das Lager und die Werkstätten, in denen Spezialanfertigungen (wie zum Beispiel nicht standardmäßige Aufbauten) gemacht werden und die Spezialfahrzeuge der Wien Kanal gewartet werden.

Weitere Bilder stehen auf http://bit.ly/1LQ6Fqx zum Download zur Verfügung. (Schluss)

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