Stronach/Steinbichler: Showgedöse von Bauernbund und Ministerium auf Kosten der Bauern und Konsumenten!

Anfragebeantwortung durch Rupprechter bestätigt Kritik an Substituten

Wien (OTS) - "In den Regalen der heimischen Supermärkte finden sich immer mehr Substitute wie Analogkäse, Pflanzensprühsahne, Palmöl bzw. Kokosfett als Ersatz für natürlich gesunde Milchprodukte", warnt Team Stronach Agrarsprecher Leo Steinbichler schon seit Jahren. In einer parlamentarischen Anfrage an das Agrarministerium wollte er deshalb wissen, wie hoch der Anteil von Analogkäse bzw. Kunstkäseprodukte im Handel ist und, welche Menge davon produziert wurde. In der heute eingelangten Anfragebeantwortung durch Agrarminister Rupprechter sieht sich Steinbichler in seiner Kritik bestätigt. Laut Ministerium bestehe "für diese Produkte in der österreichischen Lebensmittelproduktion keine Meldepflicht und gibt es deshalb auch keine detaillierten Zahlen. Gleiches gilt für die Importe dieser Produkte", berichtet Steinbichler.

Bauernbund und Kammerfunktionäre betreiben in Sachen Milch- und Schweinepreise nichts anderes als "Showgedöse", so der Abgeordnete. "Diese Entwicklung war absehbar und wurde durch die verfehlte Agrarpolitik dieser Funktionäre mitverursacht", betont Steinbichler. Seit Steinbichler die IG Milch im Jahr 2004 gegründet hatte, wurde er niemals müde, den Bauernbund aufzufordern, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um für die Milchbauern einen überlebensfähigen Bauernmilchpreis zu sichern. "Doch diese Bemühungen wurden als Selbstdarstellerei verhöhnt und mit der schwierigen Weltmarktlage abgetan", fügt der Abgeordnete hinzu. Im Gegensatz zu den "vielen bestbezahlten Funktionären", hielt Steinbichler Vorträge zu dem Thema in Österreich und in Deutschland - "ehrenamtlich und ohne Chauffeur", betont er. Dabei hatte er kontinuierlich darauf hingewiesen, "wie wichtig die Beibehaltung der Milchquote als nationale Grundlage für nachvollziehbare Lebensmittel ist und vor ihrer Abschaffung gewarnt!" Stattdessen verbreite der Bauerbund weiter "seine Märchen von Butterbergen und Milchseen", kritisiert Steinbichler.

"Während sich am Bauernhof die Kontrolleure die Türklinge in die Hand geben, herrschen am industriellen Lebensmittelmarkt offenbar paradiesische Zustände. Diese Entwicklung geht zu Lasten der heimischen regionalen Bauernhöfe, der regionalen Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und in Klein- und Mittelbetrieben sowie zu Lasten der Gesundheit der Konsumenten", erklärt der Abgeordnete und fordert von der Regierung die sofortige Umsetzung des österreichischen Qualitätsgütesiegelgesetzes und seines Antrags einer Qualitätspartnerschaft von Hoteliers, Gastronomie und Landwirtschaft.

Link zur Anfrage:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/J/J_06044/index.shtml

Rückfragen & Kontakt:

Team Stronach Parlamentsklub
++43 1 401 10/8080
parlamentsklub@teamstronach.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TSK0003