Korun: EU kann jetzige Fluchtbewegungen mit durchdachtem Konzept und sicheren Korridoren bewältigen

Grüne: Anerkannte Flüchtlinge aus Flüchtlingslagern außerhalb der EU warten bereits jahrelang auf solidarische Übernahme

Wien (OTS) - "Der schockierende Tod von 71 Flüchtlingen zeigt die dringende Notwendigkeit von derzeit fehlenden legalen Fluchtwegen nach Europa auf. Die Behauptung der Innenministerin, Flüchtlingslager außerhalb der EU brächten die Lösung des Elends von Asylsuchenden, ist richtig zu stellen: Solche Flüchtlingslager außerhalb der EU gibt es schon seit Jahren. In Afrika existieren ein paar der größten Flüchtlingslager weltweit. Allein im UNHCR-Lager Zataari in Jordanien harren rund 80.000 SyrerInnen und IrakerInnen aus. Zataari ist inzwischen Jordaniens viertgrößte Stadt, Unterstützung aus der EU lässt auf sich warten. Anerkannte Flüchtlinge aus großen Flüchtlingslagern warten bereits jahrelang auf solidarische Übernahme/Resettlement in die EU. Fast immer vergeblich", betont Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen.

"Wir können in der EU die jetzigen Fluchtbewegungen mit einem durchdachten Konzept, das legale Einreise und sichere Schutzkorridore ermöglicht und faire Verteilung sicherstellt, gut bewältigen. So lange das nicht funktionierende Dublin-System die Verantwortung in der EU völlig ungleich verteilt, kann das aber nicht gelingen. Legale Fluchtwege und Schutzkorridore öffnen wären ein großer Teil der Lösung der derzeitigen Misere und des Massensterbens", sagt Korun.

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