„Film ab!“ im „Kulturmontag“ am 31. August: Das Leben von Luis Trenker und Jack Unterweger auf Kino-Leinwand

Weiters: „Ziemlich beste Freunde“-Autor Philippe Pozzo di Borgo im Interview

Wien (OTS) - Clarissa Stadler stellt im "Kulturmontag" am 31. August 2015 ab 22.25 Uhr in ORF 2 zwei neue Produktionen vor, die mit ORF-Beteiligung entstanden sind: Wolfgang Murnbergers Verfilmung des Lebens von Luis Trenker, in der Tobias Moretti die Titelrolle übernimmt, sowie den Spielfilm "Jack" über Jack Unterweger. Dazu sind Filmemacherin Elisabeth Scharang und Schauspieler Johannes Krisch live zu Gast im Studio. "Ziemlich beste Freunde"-Autor Philippe Pozzo di Borgo, dessen Schicksal das Kinopublikum zum Weinen und Lachen gebracht hat, gibt dem "Kulturmontag" ein Interview - rechtzeitig zum Erscheinen seines neuen Buches. Um 23.30 Uhr dreht sich "Der Geschmack Europas" um "Das spanische Galicien": Im nordwestlichen Eck des Landes befindet sich diese Region, die sowohl kulinarisch als auch literarisch einige Schätze zu bieten hat. Lojze Wieser erkundet die rustikale Küche und kostet die guten Weine.

Grat-Wanderer: Tobias Moretti als Luis Trenker

Luis Trenker war in den 1960er Jahren TV-Stammgast in heimischen Wohnzimmern mit großer alpinistischer und cineastischer Vergangenheit: immer fesch im Trenker-Cord oder mit Trenker-Hut. Nach verkrachter Architektenkarriere kam der Südtiroler früh zum Film, erst als Darsteller, bald auch als Regisseur. Während des Zweiten Weltkriegs diente er sich aus Karrierekalkül den Nazis ebenso an wie den italienischen Faschisten und saß ob seines Lavierens bald zwischen den Stühlen. Für die ORF-Koproduktion "Luis Trenker - der schmale Grat der Wahrheit" bannt Regisseur Wolfgang Murnberger all die Ambivalenz auf die Leinwand. In der Titelrolle brilliert Tobias Moretti, der trotz wiederholter Angebote lange gezögert hatte, Trenker zu verkörpern - zu unkritisch-distanzlos seien alle vorangegangenen Drehbücher gewesen. Der "Kulturmontag" stellt den neuen Film vor und erinnert an einen virtuosen Gratwanderer.

Neuer Film über Jack Unterweger: Elisabeth Scharang und Johannes Krisch live im "Kulturmontag"

1994 wurde Jack Unterweger (nicht rechtskräftig) wegen neunfachen Mordes verurteilt. Einem letztgültigen Urteil entzog er sich durch Selbstmord. Bis heute gilt für ihn die Unschuldsvermutung -theoretisch. Für Regisseurin und Drehbuchautorin Elisabeth Scharang waren es gerade die Zweifel, die sie reizten, den Fall Unterweger auf die Leinwand zu bringen. Die Filmemacherin will das Publikum motivieren, ein zweites Mal genau hinzusehen. In ihrem mit ORF-Beteiligung finanzierten Spielfilm "Jack" konzentriert sie sich auf die Frauen in Unterwegers Leben - und auf die Faszination, die er auf sie ausübte. Johannes Krisch hat sich in jahrelanger Vorbereitung Unterweger anverwandelt, seine Darstellung sei über jeden Zweifel erhaben, schreibt ein Kritiker. Mit Corinna Harfouch, Birgit Minichmayr, Sarah Viktoria Frick und Inge Maux sind die weiblichen Rollen hochkarätig besetzt. Der "Kulturmontag" zeigt Ausschnitte aus dem Film, Elisabeth Scharang und Johannes Krisch sind live zu Gast im Studio.

Philippe Pozzo di Borgo: Der Autor von "Ziemlich beste Freunde" im Exklusivinterview

"Gemeinschaft jenseits des Egoismus" - so lautet der Untertitel des neuen Buchs des Champagnererben Philippe Pozzo di Borgo, dessen Lebensgeschichte in "Ziemlich beste Freunde" verfilmt wurde. In seinem neuen Buch rechnet Philippe Pozzo di Borgo mit der Gier unserer Gesellschaft ab, auch mit seiner eigenen Vergangenheit. Der Autor empfing den "Kulturmontag" zu einem Interview an seinem Krankenbett.

Der "Kulturmontag" wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

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