Kelag im 1. Halbjahr 2015: Stabiles operatives Ergebnis

Klagenfurt (OTS) - Trotz schwieriger Markt- und Rahmenbedingungen konnte die Kelag im ersten Halbjahr 2015 ein stabiles operatives Ergebnis erwirtschaften. Das Unternehmen erzielte einen Netto-Umsatz von 503 Mio. EUR, um 3,5 % mehr als im ersten Halbjahr 2014.

Dazu beigetragen haben in erster Linie Absatzsteigerungen im Wärmegeschäft sowie neu in Betrieb genommene Kraftwerke im In- und Ausland. Negative Faktoren im ersten Halbjahr waren die niedrigen Erzeugerpreise und die gegenüber dem Regeljahr um 7 % niedrigere Wasserführung. Im ersten Halbjahr 2014 lag die Wasserführung um 33 % über dem Wert des Regeljahres.

Bezogen auf das operative Ergebnis in Höhe von 60,1 Mio. EUR (60,3 Mio. EUR im Jahr 2014) verzeichnete die Kelag im ersten Halbjahr 2015 eine nahezu konstante Ergebnisentwicklung. Das Konzernergebnis lag mit 58 Mio. EUR unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2014 mit 74 Mio. EUR. Wesentlicher Grund dafür war ein bilanzieller Sondereffekt im Zusammenhang mit der erstmaligen at-equity Bilanzierung der Beteiligung an der VERBUND Hydro Power GmbH.

Auf Grundlage der soliden Finanz- und Ertragsstruktur und der Bestätigung des sehr guten Ratings mit "A/stable" konnte die Kelag im ersten Halbjahr 2015 ihren Kurs der wertorientierten Wachstums- und Innovationsstrategie auf Basis erneuerbarer Energien mit dem Fokus Energieeffizienz fortführen. Mit dem hervorragenden Rating von Standard & Poor’s nimmt das Unternehmen im europäischen Vergleich der Energieversorger weiterhin eine Spitzenposition ein.

Investitionen

Schwerpunkte der Investitionen im ersten Halbjahr 2015 waren der Ausbau der Stromerzeugung aus Wasserkraft sowie Investitionen in die Netzinfrastruktur in Kärnten. Hervorzuheben ist das Gemeinschaftsprojekt Reißeck II mit der VHP, welches die Kraftwerksgruppen Reißeck/Kreuzeck und Malta um 430 MW an Erzeugungs-und Pumpleistung erweitert. Die Kelag investiert hier rund 200 Mio. EUR in 181 MW Erzeugungsleistung. Durch zusätzlich erforderliche Abdichtungen des Triebwasserstollens wird das Kraftwerk später als ursprünglich geplant, im Frühling 2016, in Betrieb gehen.

Das Kleinwasserkraftwerk Untertweng wurde im Juni baulich fertig gestellt, die Inbetriebnahme ist für September vorgesehen. Die Aktivitäten zur selektiven Markterschließung in Südosteuropa auf Basis erneuerbarer Energien wurden fortgesetzt. Ein Kleinwasserkraftwerk ist im Frühjahr in Betrieb genommen worden, zwei weitere Kleinwasserkraftwerke befinden sich im Bau.

Schwerpunkte bei den Investitionen in das Netz waren die Fortsetzung der Errichtung der 220/110-kV-Netzabstützung Villach Süd sowie Erneuerungen in Umspannwerken.

Auch im Bereich Wärme konnten die Geschäftsaktivitäten ausgebaut werden. Bei der Fernwärmeversorgung Trofaiach in der Steiermark wurde der Regelbetrieb zur Nutzung von industrieller Abwärme aufgenommen. In Völkermarkt wurde mit dem Bau einer Fernwärmeversorgung auf Basis Biomasse begonnen.

Ausblick

Die konjunkturellen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind nach wie vor schwierig, das Marktumfeld wird zunehmend dynamischer und komplexer. Vor allem die Auswirkungen der Energiewende und weitere regulatorische Eingriffe beeinflussen die unternehmerischen Entscheidungen und die Performance des Unternehmens maßgeblich. Auf Jahressicht ist mit einer leicht rückläufigen Entwicklung des Konzernergebnisses zu rechnen.

Die Kelag stellt für den Wirtschaftsstandort Kärnten eine leistungsfähige Energieinfrastruktur zur Verfügung und leistet mit ihren Aktivitäten einen hohen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zur Sicherung und Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen.

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