APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Strache, Mitterlehner und Kurz aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 21.08. bis 27.08.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche erneut FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Zu einem Zwischenfall bei den Salzburger Festspielen führte die Anwesenheit Straches sowie seines Wiener Vize-Chefs Johann Gudenus. Bei einer Aufführung von "Jedermann" stimmte das Ensemble in einer Tischszene die ersten Takte der "Internationale" an um gegen die Anwesenheit der FPÖ-Politiker zu protestieren. Strache erkannte die Melodie des sozialistischen Liedes jedoch nicht, wie Gudenus später festhielt. Die Festivaldirektion entschuldigte sich in den darauffolgenden Tagen für die Störung beim Publikum. Medial wurde die politische Meinungsäußerung des Ensembles breit diskutiert.

Im Wiener Wahlkampf vor der Landtagswahl am 11.Oktober lancierte die Wiener FPÖ indes eine neue Plakatkampagne und ruft zur Oktober-"Revolution" auf. Damit sei eine "demokratische Revolution in der Wahlzelle" gemeint, so Strache, der seine Wähler zur "süßen Rache" an der rot-grünen Stadtregierung rät. Diese erste Plakatwelle solle der Einstieg in einen "kompakten" Wahlkampf und ein "Frontalangriff" auf Häupl und eine "inhaltsleere, abgehalfterte SPÖ" sein, so der FPÖ-Wahlkampfleiter Herbert Kickl.

Als Neueinsteiger der Woche etablierte sich Justizminister Wolfang Brandstetter (parteifrei, nominiert von der ÖVP) auf Platz neun im Ranking. Nachdem Brandstetter gemeinsam mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) in der Vorwoche ankündigt hatte, basierend auf der Grundlage eines Gutachtens des Europarechtsexperten Walter Obwexer eine Klage gegen die EU-Kommission betreffend der Dublin-Verordnung zur Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der Europäischen Union einbringen zu wollen, lenkt der Justizminister nun ein: "Eine Klage wird nicht notwendig sein. Eine solche wäre ja nur möglich, wenn die Kommission in den kommenden zwei Monaten untätig bleibt. Das wird sie nicht. Sie bemüht sich jetzt schon", begründete Brandstetter die Vorgehensweise. Österreich wolle "Kooperation, nicht Konfrontation", mit der Klagsdrohung habe man in erster Linie signalisieren wollen:
"Brüssel, wir haben ein Problem!", präzisierte Brandstetter.

Ebenfalls im Themenkomplex Migration angesiedelt ist ein anderes aktuelles Vorhaben des Justizministers: Die Verschärfung der Schlepper-Strafbestimmung. Diese zielt auf Änderungen der Höchststrafe und der U-Haft für Schlepper ab und soll voraussichtlich am 1. September im Nationalrat beschlossen werden.

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