Industrie: Zentraleuropäischen Raum zum Innovations-Hub machen

IV-GS Neumayer in Alpbach: Österreich kann als Ankerpunkt fungieren – „Win-Win“-Situation durch Innovationskooperationen schaffen

Wien (OTS) - "Gemeinsam mit unseren Partnern aus Zentral- und Osteuropa müssen wir europäische Forschungs- und Innovationsinitiativen für die und in der Region stärker nützen", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer anlässlich des Panels "Regional Debate Central Eastern Europe" der Alpbacher Technologiegespräche 2015. Aktuelle Wirtschaftsdaten würden die Dynamik sowie die auch in Zukunft hohe Bedeutung der Region für Österreich und Europa zeigen: Während Österreich für 2015 ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent und der Eurozone eines von 1,5 Prozent (EU: 1,9 Prozent) prognostiziert wird, erwarten die EU-Mitgliedstaaten der MOEL-Region sowie EU-Beitrittskandidaten im Durchschnitt ein höheres Wachstum von 2,8 Prozent des BIP. "Österreichische Betriebe haben bisher 70 Milliarden Euro in der Region investiert und befinden sich in den meisten Ländern unter den Top-3 Investoren. Somit hat Österreich durch seine geografische Lage, die Struktur seines industriellen Sektors - gerade im forschungsintensiven Mitteltechnologiebereich - und bereits bestehenden historisch gewachsenen Verflechtungen in den CEE-Raum die Möglichkeit als Ankerpunkt zu fungieren", so Neumayer.

Besondere Stärken bei produzierender Industrie

"Im Sinne einer klassischen ‚Win-win‘-Situation könnten sowohl die CEE-Staaten als auch Österreich von verstärkten gemeinsamen Initiativen und Projekten im Bereich Forschung und Technologie profitieren", sagte der IV-Generalsekretär. Gerade im Themenfeld Produktion der Zukunft weisen beide ausgewiesene Stärkefelder, besonders im Sektor der produzierenden Industrie, auf. "Im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit wäre es wesentlich, die Fertigungsüberleitung -oder auch Reifmachung eines Produktes, stärker in der Innovationsförderung zu berücksichtigen, um Produktion und damit Wertschöpfung am Standort Europa halten und ausbauen zu können."

Ein gutes Beispiel dafür sei die Initiative KIC Added Value Manufacturing - Knowledge and Innovation Community (AVM-KIC) des "Europäischen Institute of Technology", in welcher das zukunftsentscheidende Triangle Wirtschaft, Ausbildung und Forschung den Kern gemeinsamer Aktivitäten mit europäischen Projektpartnern darstellt. Generell habe das AVM-KIC das Ziel, moderne Fertigungs-und Verarbeitungstechniken zu entwickeln, um wissensintensive, nachhaltige, emissionsarme, Sektor-übergreifende und innovative Technologien, Produkte, Verfahren und Dienstleistungen hervorzubringen. "Wir verfügen über eine starke industrielle Basis, Österreichs Industrie ist in den Wertschöpfungsketten stark in der Region verankert. Diese Basis muss für stärkere Forschungs- und Innovationskooperationen genützt werden. Hier ist - trotz vieler guter Einzelbeispiele - noch viel Luft nach oben", sagte Neumayer.

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