ÖH fordert menschliche Asylpolitik

Flucht darf nicht kriminalisiert werden

Wien (OTS) - Mit Entsetzen und Fassungslosigkeit verfolgt die ÖH Bundesvertretung die Meldungen zum Thema Asyl und Flucht der letzten Wochen. Nachdem in den vergangenen Monaten tausende Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind, wurden heute 50 Menschen in einem LKW erstickt aufgefunden. Es waren Menschen, die ihr zu Hause aus Angst vor Krieg und Terror verlassen haben, die wochenlang auf gefährlichen Wegen Richtung Europa gekommen sind, in der Hoffnung hier etwas Frieden und Menschlichkeit zu finden.

Doch was sie in den letzten Wochen vorgefunden haben, erschüttert. Nicht nur der kleine Staat Österreich, sondern die gesamte EU versagt auf allen Ebenen. "Tausende Flüchtlinge sind obdachlos, haben zu wenig Nahrung und Wasser, kaum medizinische Versorgung und werden ihrer Würde beraubt." sorgt sich Lucia Grabetz vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.

Es ist ein Skandal, dass die Zivilgesellschaft die Aufgaben des Staates übernehmen muss, weil von Seiten der zuständigen Personen fahrlässig gehandelt wird. Durch vermeintliche Lösungsvorschläge wie schärfere Grenzkontrollen wird die Flucht vor unmittelbarer Gefahr zu einer illegalen Handlung. "Die österreichische Bundesregierung muss endlich Verantwortung übernehmen und nicht mehr feig die Augen verschließen." fordert Grabetz. Was es braucht sind sichere Fluchtkorridore und eine menschenwürdige Asylpolitik.

Und wer diese fürchterliche Situation seit Wochen nicht in den Griff bekommt, muss das Feld räumen.

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