Bundesjugendvertretung: Flüchtlingstragödie muss Weckruf für Regierung sein.

Was muss noch passieren bis die Politik endlich ihre Verantwortung wahrnimmt?

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) ist bestürzt über die jüngsten Schreckensmeldungen: "Die Nachricht über bis zu 50 Tote Flüchtlinge, die in einem LKW auf der Ostautobahn aufgefunden wurden, macht uns fassungslos und wütend. Noch ist nicht klar, ob und wie viele Kinder sich darunter befinden", so BJV-Vorsitzende Laura Schoch.

Die Vorsitzende fordert endlich Lösungen für die untragbare Situation von Flüchtlingen: "Es geht hier schon seit Monaten tagtäglich um Menschenleben. Wie viele Schicksale braucht es noch, bis die Politik Verantwortung übernimmt und zusammenarbeitet - und zwar auf EU-, Bundes- und Landesebene?"

Kritik übt die BJV auch an der Reaktion der Bundesregierung auf die heute bekannt gewordene Flüchtlingstragödie: "Den Fokus allein auf Schlepper und stärkere Grenzkontrollen zu legen, ist zu wenig. Wenn Menschen um ihr Leben fürchten, werden sie weiterhin alles in Kauf nehmen, um in Sicherheit zu gelangen. Derzeit gibt es für Asylsuchende keinen legalen Weg, in die EU einzureisen und Schlepper sind für viele Flüchtlinge die einzige Möglichkeit, vor Krieg, Hunger oder Verfolgung zu fliehen", erklärt Schoch.

Abschließend betont die BJV, dass Asyl ein Menschenrecht ist und auch so behandelt werden muss. "Wir dürfen nicht länger zuschauen, dass Flüchtlinge, darunter auch viele Kinder, umkommen oder in völlig überfüllten Lagern unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht sind! Es braucht jetzt rasches Handeln der Regierung, ansonsten wird die heutige Schreckensmeldung nicht die letzte sein", so Schoch.

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