Schieder entsetzt über Flüchtlingstragödie im Burgenland

Hartes Vorgehen gegen Schleppermafia notwendig - Europa braucht koordiniertes Vorgehen in der Asyl- und Außenpolitik

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder ist entsetzt über den Tod von möglicherweise bis zu 50 Flüchtlingen, die heute in einem LKW an der A4 aufgefunden wurden. "Wie groß muss die Verzweiflung dieser Menschen gewesen sein, dass sie unter so furchtbaren, letztlich tödlichen Bedingungen die Flucht versucht haben", zeigte sich Schieder erschüttert über das Schicksal dieser Menschen. "Diese Menschen haben ihre Heimat nicht freiwillig verlassen". Es sei gleichzeitig absolut verabscheuungswürdig, wie Schlepper versuchen, aus der Verzweiflung der Menschen Geld zu schlagen und dabei sogar deren Tod in Kauf nehmen, so der SPÖ-Klubobmann. "Wir müssen dem Schlepperunwesen das Handwerk legen; dort findet persönliche Bereicherung am Schicksal des Einzelnen statt. Die Bekämpfung der organisierten Schlepperei muss als gemeinsames europäisches Ziel verstärkt werden", fordert Schieder. ****

"Und wir brauchen vor allem ein koordiniertes Vorgehen auf europäischer Ebene. Wenn die EU-Länder sich nicht darauf einigen können, dass Europa die Flüchtlingskrise gemeinsam bewältigen muss, ist das auch eine Niederlage der Idee Europa. Wir brauchen ein nachhaltiges, gesamteuropäisches Konzept der Asylpolitik", so Schieder.

Notwendig sei u.a. eine Reform des Dubliner Abkommens, die zu einer gleichmäßigeren Aufteilung der Flüchtlinge in Europa führen muss. "Ohne gerechte Quoten wird man auch die Schlepperei durch Europa nicht stoppen können", ist der SPÖ-Klubobmann überzeugt. Auch über die Einrichtung von Anlaufstellen in Nordafrika und dem Nahen Osten müsse diskutiert werden, forderte Schieder. Und schließlich brauche es eine umfassende Strategie der EU-Außenpolitik für diese Regionen, wo die Ursachen liegen, weshalb Menschen aus Krieg, Mord und Verfolgung fliehen müssen, so Schieder. Hier sei auch Österreichs Außenminister gefordert. (Schluss) up/ah/mp

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