Glawischnig: Bestürzung über Tod dutzender Schutzsuchender

Grüne: Europa muss alles unternehmen, um solche Tragödien in Zukunft zu verhindern

Wien (OTS) - "Es erschüttert mich zutiefst, dass schutzsuchende Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Terror flüchten, in unserem Land auf diese Weise zu Tode kommen", zeigt sich die Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, von der menschlichen Tragödie an der A4 zutiefst betroffen.

"Diese schreckliche Tragödie zeigt eines sehr klar: Es braucht mehr Hilfseinsätze, es kann nicht nur um Grenzschutz gehen, im Mittelpunkt muss der Schutz der Menschen stehen. Flüchtlinge begeben sich in ihrer Notsituation nicht freiwillig in die Hände von Schleppern. Sie tun es, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, in Sicherheit zu kommen. Solange Menschen Krisengebiete in Todesangst verlassen und EU-Länder nur illegal erreichen können, werden sie jedes Risiko für einen sicheren Aufenthaltsort eingehen. Europa muss alles unternehmen, um Tragödien wie sie sich heute in Österreich ereignet haben in Zukunft zu verhindern. Mit einer Abschottungspolitik wird das nicht gelingen", sagt Glawischnig.

Auch die grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun zeigt sich erschüttert über die Flüchtlingstragödie auf Österreichs Straßen und fordert Europas Verantwortung ein: "Je höher die Grenzzäune gegen Schutzsuchende aus Syrien oder Irak in Europa werden, desto gefährlicher und tödlicher werden leider die Schlepper-Praktiken. Es liegt in der Verantwortung Europas, legale Fluchtwege zu öffnen und dem Sterben von Kriegsflüchtlingen ein Ende zu setzen", schließt Korun.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0009