Mitterlehner: "600 Millionen Euro zur Unterstützung des Westbalkan"

Wirtschaftsminister beschlossen zehn Infrastrukturprojekte - "Jugend braucht Perspektiven für den Wohlstand"

Wien (OTS/BMWFW) - Die Wirtschaftsminister der Westbalkanländer und der EU haben heute bei der Westbalkankonferenz Investitionen von 600 Millionen Euro für Infrastrukturprojekte am Westbalkan auf den Weg gebracht. Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sagte nach der Arbeitssitzung bei einer Pressekonferenz mit EU-Vizepräsident Maros Sefkovic: "Eine funktionierende Infrastruktur ist der Schlüssel für zukunftsorientierte Lebensbedingungen, die die Menschen in ihrem Land halten. Chancen für junge Menschen sind entscheidend, um das Flüchtlingsthema auch wirklich zu lösen." Die heute beschlossene Liste umfasst zehn Projekte für den Ausbau von Straßen, Schienenverbindungen und Stromnetze. Ein Drittel der Kosten übernimmt die Europäische Union im Rahmen der Heranführungshilfe als Förderung. Zwei Drittel finanzieren die Finanzinstitutionen Europäische Investitionsbank, EBRD und Kreditanstalt für Wiederaufbau über Kredite. Mit den Investitionen wird noch heuer begonnen. "Das zeigt, dass wir nicht nur Absichtserklärungen abgeben, sondern konkret etwas getan wird", betonte Mitterlehner.

Die Wirtschaftsminister haben heute zudem 24 weitere Infrastrukturprojekte im Umfang von 7,7 Milliarden Euro auf den Weg gebracht, die bis zur nächsten Westbalkankonferenz in einem Jahr in Frankreich konkretisiert werden sollen. "Diese Unterstützung bringt dem Westbalkan jährlich eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von einem Prozent und in den nächsten 15 Jahren 200.000 neue Arbeitsplätze", erläutert Mitterlehner das Ergebnis einer Studie des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw). "Um den Facharbeiternachwuchs zu sichern, haben wir mit den sechs Ländern des Westbalkans auch einen 7-Punkte-Plan zur dualen Ausbildung erarbeitet, den wir gemeinsam umsetzen wollen. Damit können wir Wohlstand und Perspektiven für die Jugend erarbeiten", so Mitterlehner abschließend.

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