MAS Alzheimerhilfe: Keine Zeit zu verlieren

Weltalzheimerbericht 2015 ist auch ein Auftrag zum Handeln

Bad Ischl (OTS) - "Wir haben keine Zeit zu verlieren für Früherkennung und präventive Maßnahmen, wenn wir Menschen mit Demenz und deren Angehörigen konkret helfen wollen", appelliert Stefanie Auer, Professorin für Demenzforschung an der Donauuniversität Krems und wissenschaftliche Leiterin der MAS Alzheimerhilfe, anlässlich der jüngst veröffentlichten Zahlen des Weltalzheimerberichts 2015. Laut Experten der Alzheimer Disease International (ADI) und den Forschern des Londoner King’s College wird sich die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 verdreifachen. Österreich wird somit mit mehr als 400.000 unmittelbar Betroffenen konfrontiert sein. "Eine enorme Herausforderung auch hinsichtlich der Kosten für das Gesundheits-und Sozialsystem", so Auer und sieht weiteren Handlungsbedarf. "Es geht auch darum, Konzepte für Angehörige und auch für Pflegeteams in Pflegeheimen zu entwickeln."

Früherkennung: das Gebot der Stunde

"Wir wollen die Aufmerksamkeit jener Menschen, die sich Sorgen um ihre Gedächtnisleistung machen, auf die Früherkennung legen", so Auer. Auer unterstreicht damit auch die Forderung der ADI, die im Weltalzheimerbericht, die Regierungen und Arbeitgeber dazu aufrufen mehr in die Vorbeugung von Demenz zu investieren. Die Demenzservicestellen der MAS Alzheimerhilfe in Bad Ischl, Gmunden/Regau, Micheldorf, Ottensheim, Pregarten und Ried im Innkreis bieten diesbezüglich eine psychologische Abklärung an. Dabei helfen Experten, altersadäquate Gedächtnisprobleme oder auch andere Ursachen (Stress, Depression,…) von einer beginnenden (Alzheimer) Demenz abzugrenzen. "Ein früher Trainingsbeginn ist optimal, denn dadurch werden Selbstständigkeit und kognitive Fähigkeiten länger erhalten. Noch ist Alzheimer nicht heilbar. Aber durch eine möglichst frühzeitige medizinische Diagnose und psychosoziale Betreuung sowie raschen Therapiebeginn (stadiengerechtes Training) gelingt es, die Krankheit zu verzögern und Betroffene möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung belassen zu können", erläutert Auer.

Notwendige Investitionen

Auer begrüßt die Forderung des Berichts nach Investitionen im Forschungsbereich, die sie aber ausgewogen zwischen Prävention, Behandlung und Betreuung verstanden wissen will. "Kein Land wird das Thema (Alzheimer) Demenz alleine lösen können", sagt Auer und betont die Wichtigkeit der internationalen Datenvernetzung. "Denn Angebote, die in Zukunft allen Personen mit Demenz und deren Familien zur Verfügung gestellt werden sollen, sollen auf ihre Wirksamkeit geprüft werden. In Zeiten angespannter Budgets ist es wichtig, wirkungsvolle Maßnahmen zu entwickeln, um Irrwege und wirkungslose Investitionen zu vermeiden", hebt die Demenzforscherin die dichte Demenzdatenbank der Forschungsarbeit der MAS Alzheimerhilfe hervor, die Grundlage für Lösungsansätze ist. "Demenzwissen und Hilfe braucht auch Finanzmittel", so Auer abschließend.

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Michael Buchner
Leiter Marketing, Presse und Fundraising
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