Wirtschaftsgipfel der Westbalkan-Länder in der WKÖ

EU-Kommissar Hahn und WKÖ-Präsident Leitl: Vertiefung der Kooperation zwischen Westbalkan-Staaten und EU wichtig für wirtschaftliche und politische Stabilität

Wien (OTS) - Anlässlich der zweiten Westbalkan-Konferenz in Wien fand heute ein Wirtschaftsgipfel mit den Wirtschaftsministern und Präsidenten der Wirtschafts- und Handelskammern aus den Teilnehmerstaaten der Westbalkan-Konferenz sowie Vertretern der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD), der European Investment Bank, der Weltbank und zahlreichen österreichischen Unternehmensvertretern im Haus der Wirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) statt. Eröffnet wurde der Gipfel von Johannes Hahn, EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen, WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Erhard Busek, Ex-Vizekanzler und Vorstand des Instituts für Donauraum und Mitteleuropa.

Während bei der Westbalkan-Konferenz in der Wiener Hofburg unter anderem das Flüchtlingsthema im Vordergrund steht, dominierten beim Wirtschaftsgipfel in der WKÖ die Themen ‚wirtschaftliche Entwicklung der Region‘ sowie ‚wirtschaftliche Beziehungen und Kooperationen zwischen den betreffenden Staaten und der Europäischen Union‘. WKÖ-Präsident Leitl betonte in seiner Eröffnungsrede, "dass es immer die Wirtschaft ist, die als erste Brücken baut und Gräben zuschüttet". Als Beispiel nannte Leitl etwa die gute Zusammenarbeit der serbischen mit der kosovarischen Wirtschaftskammer, in deren Kooperationen auch die WKÖ stark involviert sei. Leitl: "Unser Haus der Wirtschaft in Wien hat sich für die Wirtschaftsvertreter der Länder des ehemaligen Jugoslawiens sowie Albaniens als Kooperationsdrehscheibe etabliert und wir werden dies auch in Zukunft bleiben." Der Westbalkan-Gipfel sei weiters ein wichtiger Schritt, um die Region zu stärken und die Verbindungen mit der Europäischen Union zu vertiefen. Letztendlich sei es auch ein Ziel, dass alle Staaten der Region über kurz oder lang in die europäische Familie integriert werden.

EU-Kommissar Hahn wies darauf hin, dass der wirtschaftliche und politische Transformationsprozess in den Westbalkan-Ländern in den letzten Jahren gut und zügig vorangegangen sei. Erfreulich sei auch, dass der politische Wille zu weiteren nötigen Reformschritten in der gesamten Region grundsätzlich vorhanden sei. Als eines der größten Probleme der Staaten nannten Hahn und Busek die hohe (Jugend)Arbeitslosigkeit und die damit verbundene starke Abwanderung von vor allem jungen Menschen aus ihren Heimatländern. Alle Länder der Region benötigten diesbezüglich unter anderem einen wieder verstärkten Zulauf von Investitionen ausländischer Unternehmen (FDI), um die regionale Wirtschaft anzukurbeln. Ein wichtiger Schritt wäre diesbezüglich auch die Implementierung der Dualen Ausbildung in diesen Ländern, um die Jugend zu halten und ihr Perspektiven zu geben. Diesbezüglich gibt es bereits einige Kooperationen von Seiten der Wirtschaftskammer Österreich, österreichischen und deutschen Unternehmen vor Ort sowie regionalen Entscheidungsträgern, die sehr erfolgreich angelaufen sind. (PWK639/BS)

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