Bundeskanzler Faymann: "Können Herausforderungen nur gemeinsam lösen"

Eröffnung der Westbalkan-Konferenz in der Hofburg

Wien (OTS) - "Wir wollen mit dem heutigen Zusammenkommen zur Westbalkan-Konferenz das Prinzip der Verbundenheit in den Vordergrund stellen. Ich danke der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Initiative im Vorjahr", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Donnerstag, anlässlich der Eröffnung der Westbalkan-Konferenz 2015 in der Wiener Hofburg.

"Österreich hat stets enge gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Kontakte zu den Balkan-Staaten gepflegt, über die Jahre sind daraus gute und intensive Verbindungen entstanden. Selbst in der Wirtschaftskrise haben viele Unternehmen an ihren Standorten in dieser Region festgehalten", so Faymann. "Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig zu investieren. Aus diesem Grund wird bei der Konferenz auch das Thema Investitionen in Energie und Infrastruktur eine wesentliche Rolle spielen", sagte der Kanzler. Genauso werde auch der Austausch von Studierenden und Auszubildenden ein Thema sein.

"Eine enge Zusammenarbeit setzt jedoch immer gemeinsame Werte voraus:
Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit sowie Sicherheit, Fairness und Stabilität. Entscheidend für eine gute Kooperation ist das Vertrauen zwischen den Partnern", so Faymann.

Bundeskanzler Faymann kündigte an, dass auch das Asylthema intensiv besprochen werde: "Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass nicht wieder Gegensätze und Hass stärker werden dürfen, sondern dass wir die derzeitigen Herausforderungen nur gemeinsam lösen können. Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen, haben ein Recht auf Asyl. Wir müssen ihnen helfen und jene entschieden bekämpfen, die an diesem Leid verdienen. Wir brauchen EU-weit eine faire Verteilung der Flüchtlinge nach einer Quote, die Sicherung der Außengrenzen und eine gemeinsame Vorgehensweise gegen Kriminalität."

Bundeskanzler Faymann lud zur Westbalkan-Konferenz 2015 nach Wien ein und knüpft somit an ein Treffen in Berlin im Vorjahr an. Parallel zur Arbeitssitzung der Staats- und Regierungschefs werden die Außen- und Wirtschaftsminister eigene Arbeitssitzungen abhalten.

Bundesminister Josef Ostermayer hob in seinen Begrüßungsworten Wien als traditionellen Ort der Vermittlung und der Konferenzen hervor. Wien habe schon mehrmals als "Brückenbauer" fungiert, wie auch die kürzlich positiv abgeschlossenen Iran-Atom-Verhandlungen gezeigt hätten. Abschließend wünschte er allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern "eine erfolgreiche Konferenz für eine gute Zukunft Europas".

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