Brunner: Durch TTIP droht Fracking auch in Österreich

Grüne: Erdbeben in Kanada unterstreicht Gefahr für Menschen und Umwelt

Wien (OTS) - "Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass Fracking Erbeben erzeugen kann", kommentiert Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, die Berichte über den Zusammenhang von Erdbeben und Fracking in Kananda. "Ich habe deshalb bereits im Jänner vergangenen Jahres ein Verbot von Fracking im Nationalrat beantragt. Doch ÖVP und SPÖ sperren sich dagegen", so Brunner weiter. Laut Öl-Konzernen soll Fracking sauber, effizient und billig sein. "Die Wahrheit jedoch ist, Fracking zerstört die Umwelt, vergiftet das Trinkwasser und verursacht Erdbeben, deshalb sollten wir dieser Risikotechnologie eine Abfuhr erteilen".

Die Gas- und Ölförderung durch Fracking kann nach Forscherangaben bei bestimmten Bodenstrukturen zu starken Erdbeben führen. Bereits 2011 erzeugte die Abwasserverpressung bei der Schiefergasförderung im US-Staat Oklahoma das stärkste jemals gemessene Erdbeben im US-Staat Oklahoma.

Durch das Freihandelsabkommen TTIP zwischen USA und der EU droht allerdings Fracking durch die Hintertür auch nach Österreich zu gelangen. Selbst dann, wenn es ein nationales Verbot gäbe. "Durch TTIP entstünde die Möglichkeit, Strafzahlungen in Milliardenhöhe von Fracking-unwilligen Staaten in der EU einzufordern. Die notwendige Energie-Wende und der Ausbau erneuerbarer Energien würden damit durch TTIP torpediert", schließt Brunner.

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