„Universum History“ über Aufstieg und Fall Erwin Rommels

„Rommel – Hitlers Wüstenfuchs“ am 28. August um 22.40 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Erwin Rommel: "Wüstenfuchs", Hitlers "Lieblingsgeneral" und in Nazi-Deutschland schon zu Lebzeiten ein Mythos. Zu verdanken hatte er seinen kometenhaften Aufstieg seinem Hang zur Selbstinszenierung und - vor allem - seinem Förderer Adolf Hitler. Mit seinen militärischen Erfolgen in Afrika avancierte der junge Offizier zur Propagandafigur der Wehrmacht. Zeitlebens agierte Rommel als Teil der makabren Inszenierungen des NS-Regimes. Wie große Teile seines Lebens - selbst sein Begräbnis - von der NS-Propaganda zu Werbezwecken instrumentalisiert wurden, zeigt "Universum History" am Freitag, dem 28. August 2015, um 22.40 Uhr in ORF 2 mit Christian Freys Dokumentation "Rommel - Hitlers Wüstenfuchs" - 75 Jahre nach Beginn des Afrika-Feldzugs der Nazis im September 1940, der Rommels Ruf als "Wüstenfuchs" begründete.

Doch wer war Erwin Rommel wirklich? Ein überzeugter Nazi? Ein unpolitischer, naiver Soldat? Wie viele andere führende Offiziere verschloss auch Rommel zunächst die Augen vor dem wachsenden Terror der Nationalsozialisten. Unter Hitlers Führung war die Wehrmacht vom ersten Tag an ein verlässliches Instrument des kaltblütigen Krieges. Rommel hatte in dieser Hinsicht Glück - er kämpfte vor allem in Afrika und nicht im Osten Europas. Mit der Judenvernichtung wurde er nie ernsthaft in Verbindung gebracht. Mit seinen Überraschungsangriffen und Täuschungsmanövern in Afrika verschafft er sich beim Feind hingegen Respekt. Bei den Franzosen gilt seine Truppe etwa als "Gespensterdivision", die Engländer bezeichnen ihn dank seiner listigen Kriegsführung als "Wüstenfuchs". Seine Soldaten lässt er in der Wüste mächtig Staub aufwirbeln, um den Eindruck einer überlegenen Armee zu erwecken. Trickreich signalisiert er Schnelligkeit und Stärke, um den Gegner zu täuschen. An vorderster Front zieht er mit seinen Soldaten ins Feld, immer an erster Stelle, immer im Rampenlicht. Im Spannungsfeld zwischen Gehorsam und Gewissen, Verdrängung und Protest zog sich Rommel lange Zeit auf seine militärischen Funktionen zurück. Erst im Sommer 1944 brach er mit seinem Gönner Hitler. Was danach geschah, darüber rätseln Historiker und Biografen bis heute: War er tatsächlich Teil der Verschwörung des 20. Juli 1944? Wusste er von Graf Stauffenbergs Attentat?

"Rommel - Hitlers Wüstenfuchs" beleuchtet neue Erkenntnisse rund um Aufstieg und Fall des dereinst populären Generals: Von seiner Niederlage in Nordafrika und seiner Versetzung nach Frankreich, wo er die Landung der Alliierten in der Normandie verhindern sollte, bis zu seiner Rückkehr in seinen Heimatort 1944 - als kranker, depressiver Soldat. Kurz danach wird Erwin Rommel vor seine letzte Entscheidung gestellt: Gerichtsverfahren oder Selbstmord.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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