HETA: Größte Gläubigergruppe der HETA zur Mitarbeit an einvernehmlicher Lösung bereit

Wien (OTS) -

  • Ad Hoc Gruppe zu konstruktiven Verhandlungen bereit
  • Forderung nach optimaler Verwertung des Restvermögens der HETA in einem transparenten und fairen Abwicklungsprozess
  • Vollständige Befriedigung der Gläubiger machbar

Eine aus internationalen Finanzinstitutionen bestehende Gruppe von Gläubigern der HETA mit Forderungen im Nominalbetrag von ca. EUR 2,5 Mrd. ("Ad Hoc Gruppe") begrüßt die Mitteilung der HETA vom 13. August 2015 über die beabsichtigte Erteilung von Informationen an Gläubiger.

Im Zusammenhang mit der Aussage von Finanzminister Schelling im Wirtschaftsblatt vom 14. August 2015, dass Verhandlungen der einzige Weg seien, einen Konkurs Kärntens abzuwenden, wertet die Ad Hoc Gruppe die angekündigte Informationserteilung als Beginn konstruktiver Verhandlungen.

Die Ad Hoc Gruppe ist bereit, in konstruktive Verhandlungen einzutreten mit dem Ziel, gemeinsam mit der HETA, dem Land Kärnten und allen beteiligten öffentlichen Stellen an einer Lösung zu arbeiten. Ein erster Eckpunkt einer solchen Lösung muss die optimale Verwertung der Vermögenswerte der HETA in einem transparenten und fairen Abwicklungsprozess sein. Dies ist im Interesse aller Gläubiger der HETA und des Landes Kärnten, das aufgrund der Ausfallsbürgschaft für die Verbindlichkeiten haftet.

Darüber hinaus muss eine Lösung für die Haftung Kärntens erarbeitet werden, welche dem Land Kärnten eine zukunftsorientierte Wahrnehmung seiner Aufgaben ermöglicht und gleichzeitig die vollständige Erfüllung der Forderungen aller nicht nachrangigen und vom Land Kärnten besicherten Gläubiger der HETA sicherstellt. Die Ad hoc Gruppe ist davon überzeugt, dass eine derartige Lösung möglich ist. Ein solches Ergebnis belastet das Land Kärnten weit weniger als jede andere Vorgangsweise, insbesondere eine Insolvenz.

Den Bund trifft aufgrund seiner Rolle als Alleineigentümer der HETA seit 2009 und des von verschiedenen unabhängigen Stellen (Griss-Kommission, Rechnungshof) konstatierten "Multiorganversagens" im Zusammenhang mit der HETA eine besondere Verantwortung für die derzeitige Situation. Eine einvernehmliche Lösung ist daher jedenfalls im Interesse des Bundes.

Die Ad Hoc Gruppe bildet - soweit ersichtlich - den größten Zusammenschluss an HETA-Gläubigern. Ihre Mitglieder halten nicht nachrangige Anleihen, die von der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG (nunmehr HETA), begeben wurden und mit einer Haftung des Landes Kärnten ausgestattet sind. Die Anleihen gelten aufgrund der Haftung des Landes sogar als "mündelsichere Wertpapiere" (§ 215 ff. ABGB). Der Verfassungsgerichtshof unterstreicht in seinem kürzlich ergangenen HaaSanG-Erkenntnis ihre "qualifiziert gesicherte Stellung" (G 239/2014-27, S. 140). Das Vertrauen in die Haftung des Landes Kärnten spiegelte sich auch in den niedrigeren Zinssätzen auf die Anleihen wider.

Auch aufgrund dieser Umstände wird der Umgang mit der HETA und der Haftung eines österreichischen Bundeslandes international genau beobachtet. Eine rasche, dem berechtigten Vertrauen in die Haftung eines österreichischen Bundeslandes und internationalen Standards entsprechende Lösung ist daher im Interesse aller Beteiligten und der nachhaltigen Reputation des Finanzplatzes Österreich geboten. Die Ad Hoc Gruppe kann mit der langjährigen internationalen Erfahrung ihrer Mitglieder aus komplexen finanziellen Restrukturierungen einen wichtigen Beitrag leisten und ist bereit, an einer solchen Lösung mitzuarbeiten.

Die Ad Hoc Gruppe wird von der internationalen Rechtsanwaltskanzlei Kirkland & Ellis, der österreichischen Wirtschaftskanzlei Binder Grösswang und dem Restrukturierungsberater Gleacher Shacklock mit Sitz in London beraten.

Über die Ad Hoc Gruppe

Die Ad Hoc Gruppe besteht aus internationalen Finanzinstitutionen und bildet - soweit ersichtlich - den größten Zusammenschluss von HETA-Gläubigern. Ihre Mitglieder halten nicht nachrangige Anleihen, die von der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG (nunmehr HETA ASSET RESOLUTION AG) begeben und mit einer Haftung des Landes Kärnten ausgestattet sind. Diese Anleihen gelten aufgrund der Haftung des Landes in Österreich sogar als "mündelsichere Wertpapiere".

Zu den Mitglieder der Ad Hoc-Gruppe gehören u.a.:

Commerzbank AG
Cyrus Capital Partners, L.P.
Farallon Capital Europe LLP
FMS Wertmanagement AöR
Knighthead Capital Management, LLC
N.V. Bank Nederlandse Gemeenten
Pacific Investment Management Company, LLC (PIMCO)
Redwood Capital Management, LLC

Die Ad Hoc Gruppe wird von der internationalen Rechtsanwaltskanzlei Kirkland & Ellis, der österreichischen Wirtschaftskanzlei Binder Grösswang und dem Restrukturierungsberater Gleacher Shacklock mit Sitz in London beraten.

Rückfragen & Kontakt:

Ecker & Partner
Nicole Bäck-Knapp
Email: n.baeck@eup.at
Tel.: +43 1 59932-47 od. 0699 159 09 094

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUP0001