„Geschichten vom Helfen“ – Ö1 lädt Hörer/innen zur Vorstellung privater Hilfsprojekte für Flüchtlinge ein

Wien (OTS) - Unter dem Titel "Geschichten vom Helfen. Landkarte einer neuen Zivilgesellschaft" gestaltet Ö1 einen Programmschwerpunkt zu Asyl und Integration und lädt Hörer/innen ein, private Hilfsprojekte vorzustellen - unter http://oe1.orf.at/miteinander.

Im Rahmen der Programm- und Onlineinitiative "Geschichten vom Helfen" berichtet Ö1 über Hilfsinitiativen der österreichischen Zivilgesellschaft, über positive Beispiele und Projekte des privaten Engagements. Hörerinnen und Hörer können Hilfsprojekte auf http://oe1.orf.at/miteinander online präsentieren, ihre "Geschichten vom Helfen" erzählen und sich vernetzen. Auf diese Weise soll die "Landkarte einer neuen Zivilgesellschaft" sichtbar werden. Ö1 stellt mit diesem Schwerpunkt Menschen, Vereine und Gemeinden in den Mittelpunkt, die sich aktiv für Asylsuchende engagieren und damit zeigen, welche Chancen Initiativen des Helfens eröffnen können. Nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für den sozialen Zusammenhalt in Gemeinden und Regionen. Sie setzen Impulse für eine Kultur des Miteinanders, für das Gemeinwohl und die Stärkung der Zivilgesellschaft. Aus diesen "Geschichten vom Helfen" werden im Laufe des Schwerpunktes weitere Beiträge und Sendungen entstehen.

On Air stehen zahlreiche Sendungen im Zeichen des Ö1-Schwerpunktes "Geschichten vom Helfen". Zum Auftakt berichtet die "Erfüllte Zeit" (7.05 Uhr) am Sonntag, den 30. August über "Die Flüchtlinge vom Bindermichl". In der katholischen Pfarre St. Michael in Linz sind derzeit 24 Flüchtlinge untergebracht, hauptsächlich aus Syrien und Afghanistan. Gemeinsam mit der Caritas engagieren sich hier Pfarrer, Ehrenamtliche und andere Pfarrmitglieder für ihre Gäste. Pensionierte Lehrerinnen bieten Deutsch-Nachhilfe an, Lehrstellen für junge Asylwerber werden gesucht und gemeinsame Ausflüge organisiert.

Im Rahmen von "Guten Morgen Österreich" werden ab Montag, den 31. August täglich um 7.45 Uhr Menschen porträtiert, die Flüchtlinge unterstützen und ihnen helfen. In der ersten Sendung kommt die Journalistin Eva Deutsch zu Wort, die nach Traiskirchen gefahren ist, Flüchtlinge gezielt gefragt hat, was sie brauchen, und dies dann besorgt hat.

Die vierteilige "Radiokolleg"-Reihe "Unter einem Dach" berichtet über Privathilfe für Asylsuchende - von Montag, den 31. August bis Donnerstag, den 3. September jeweils um 9.05 Uhr in Ö1 (Wh.: 22.15 Uhr). Während auf offizieller Seite die Ohnmacht angesichts steigender Flüchtlingszahlen regiert, haben sich lokale Bürger- und Privatinitiativen in Österreich gebildet, die Flüchtlingen und Asylsuchenden Obdach gewähren und ihnen Unterstützung und Menschlichkeit angedeihen lassen. Es gibt auch Einzelinitiativen von Privatpersonen, die Flüchtlingen spontan ihr eigenes Heim als Unterkunft zur Verfügung stellen und mit ihnen gemeinsam unter einem Dach wohnen. Dass dieses Zusammenleben nicht immer reibungslos abläuft, ist nur allzu verständlich - dennoch überwiegt zumeist eine zutiefst menschliche Haltung, sich auch persönlich für Menschen in Not zu engagieren. Vorgestellt werden auch Privatinitiativen wie "Flucht nach Vorn", "PROSA - Projekt Schule für Alle", "Connecting people" und die Plattform "Altmünster für Menschen".

In "Religion aktuell" (Mo.-Fr., 18.55 Uhr) spricht am 31.8. Pfarrer Alois Dürlinger aus St. Veit im Pongau über seine Erfahrungen als Flüchtlingshelfer, am 3.9. geht es um die neue Funktion "Flüchtlingskoordinator(in)" in der katholischen Kirche und am 8.9. wird Esra vorgestellt, eine jüdische Einrichtung, die von der Flucht traumatisierten Menschen hilft.

"Wenn der Staat versagt, ertönt der Ruf nach der Zivilgesellschaft" - unter diesem Titel ist am Freitag, den 4. September in "Von Tag zu Tag" (14.05 Uhr) Margaretha Maleh von "Ärzte ohne Grenzen Österreich" zu Gast. Rainer Rosenberg spricht mit der Präsidentin der Organisation über die Verpflichtungen der Zivilgesellschaft bei Staatsversagen und über beschämte Bürger/innen, die helfen wollen, weil die Behörden dazu nicht im Stande scheinen. Um 18.20 Uhr berichtet Cornelia Krebs im "Europajournal" über ihre Begleitung eines Hilfsgütertransportes nach Mazedonien und den Besuch einer Flüchtlingsorganisation auf Lesbos.

In Zusammenhang mit Flucht und Flüchtlingen ist häufig von "Massen" oder "Strömen" die Rede. Die Ö1-Reihen "Moment - Leben heute" (Mo.-Do., 14.40 Uhr) und "Moment am Sonntag" (18.15 Uhr) geben Flüchtlingen Gesicht und Stimme - in loser Folge erzählen Menschen die Geschichte ihrer Flucht. Die nächsten "Fluchtgeschichten" sind am 6. September in "Moment am Sonntag" zu hören.

"Ankommen. Weiterkommen.": Ausgehend von ihrer eigenen Erfahrung und mit Blick auf jüngste Ereignisse beschäftigt sich die Schriftstellerin Julya Rabinowich in den "Gedanken für den Tag" mit Wissensvermittlung und minderjährigen Flüchtlingen - von Montag, den 7. bis Samstag, den 12. September jeweils um 6.56 Uhr in Ö1.

Auch "Praxis - Religion und Gesellschaft" (Mi., 16.00 Uhr) steht im Zeichen des Ö1-Schwerpunktes. Am 2. September ist eine Reportage über eine österreichische muslimische Familie, die sich für Flüchtlinge engagiert zu hören und Auszüge einer Diskussion über "Menschen auf der Flucht" mit Kilian Kleinschmidt, dem ehemaligen Leiter des jordanischen Flüchtlingslagers Saatari, Christoph Schweifer, Generalsekretär der Caritas Auslandshilfe und Samar Bandak, Bildungsexpertin für die Caritas Jordanien. Am 9. September wird über das psychosoziale Zentrum ESRA berichtet, das Menschen, die durch Verfolgung, Folter, Migration, Misshandlung, Katastrophen oder andere schwerwiegende Ereignisse traumatisiert wurden, umfassende professionelle Hilfe anbietet. Einen Schwerpunkt stellt die Arbeit mit Überlebenden der NS-Verfolgung und deren Nachkommen und Angehörigen dar. Aufgrund der Erfahrung und des Know-how hilft ESRA auch traumatisierten Flüchtlingen, die aus aktuellen Kriegsgebieten geflohen sind, etwa muslimischen Kindern.

"Fremdenfreundlich" - Eine (kleine) Theologie der Migration ist Thema von "Logos - Theologie und Leben" am Samstag, den 19. September um 19.05 Uhr in Ö1. Die Religionssoziologin und katholische Theologin Regina Polak beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit den theologischen Perspektiven von Migration. In der Sendung werden Beispiele aus der christlichen Praxis ebenso wie Einschätzungen von Migrationsexpertinnen und verschiedenen christlichen Theologen zu hören sein.

Alles Informationen zum Ö1-Programmschwerpunkt "Geschichten vom Helfen. Landkarte einer neuen Zivilgesellschaft" sind abrufbar unter http://oe1.orf.at/miteinander. Dort können Hörerinnen und Hörer auch Beiträge über Initiativen oder Projekte hochladen und ihre "Geschichten vom Helfen" erzählen, aus denen im Laufe des Ö1-Schwerpunktes weitere Beiträge und Sendungen entstehen.

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