SPÖ-EU-Abgeordneter Weidenholzer im griechischen Grenzgebiet: „Die Situation ist eskaliert“

Europaparlamentarier Josef Weidenholzer macht sich derzeit an der mazedonisch-griechischen Grenze ein Bild über die Ausschreitungen gegenüber Flüchtlingen auf der Balkanroute

Wien (OTS/SK) - Alarmierende Zustände begegnen Josef Weidenholzer, Vizepräsident der sozialdemokratischen Fraktion im EU-Parlament (S&D), derzeit im griechischen Grenzort Idomeni. Tausende Flüchtlinge drängen an die mazedonisch-griechische Grenze, um über den Balkan weiter in die EU-Staaten zu kommen. Die Behörden gehen mit Gewalt gegen die Flüchtlinge vor, darunter viele Familien, Kinder und kranke Menschen. "Wir dürfen nicht wegsehen, wenn so etwas in Europa passiert. Die Situation ist längst eskaliert. Europa muss einschreiten und dafür sorgen, dass die Gewalt unverzüglich beendet wird und eine Lösung finden. Wie lange wollen wir noch zusehen", so Weidenholzer. ****

Der SPÖ-Europaabgeordnete befindet sich seit Sonntag, begleitet von einem oberösterreichischen Hilfstransport, den Gerhard Lanzerstorfer von der Gewerkschaft "vida" organisiert und den Weidenholzer übergeben wird, im griechisch-mazedonischen Grenzgebiet. Zwei Tage wird der EU-Abgeordnete noch vor Ort sein. Während der Mission sind Treffen mit Flüchtlingen und VertreterInnen von Menschenrechtsorganisationen geplant. Weidenholzer ist im Europaparlament für den Bereich Asyl und Migration zuständig. "Was wir brauchen, ist eine verpflichtende Aufteilung von Flüchtlingen nach Wohlstand und Größe innerhalb der europäischen Länder. Bisher ist es Europa nicht gelungen, Lösungen zu liefern. Die Probleme an den Grenzen sind die Folge einer seit Jahren falschen Asylpolitik", sagt EU-Abgeordneter Weidenholzer.

Benötigt wird eine gesamteuropäische Lösung. Weidenholzer fordert die Kommission auf, endlich aufzuwachen und dringend Maßnahmen zu setzen. "Die Untätigkeit der EU-Kommission löst die Probleme nicht, ganz im Gegenteil. Wir benötigen eine Neuaufteilung von Flüchtlingen in Europa, nach einem verpflichtenden Quotensystem. Gleichzeitig müssen legale Einreisemöglichkeiten geschaffen und die Hilfsgelder in den Krisenregionen aufgestockt werden. Es ist für Juncker und Avramopolos an der Zeit jetzt zu handeln, nicht wieder zu verschieben und verschieben."

Weidenholzer wird bis Mittwoch in Griechenland bleiben. (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, Pressesprecher der SPÖ-Europaabgeordneten, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
markus.wolschlager@europarl.europa.eu

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001