AK Test: „Jetzt zahlen“ – Online-Händler haben Bestell-Button meist richtig beschriftet 1

Mehr Schutz vor Internetabzocke durch gesetzliche Vorschriften – Button-Lösung und Pflichtinformationen auf AK Prüfstand

Wien (OTS) - Besserer Schutz für KonsumentInnen vor Kostenfallen im Internet: Vor rund einem Jahr wurde die EU-Verbraucherrechte-Richtlinie umgesetzt. Online-Anbieter haben sich an neue Informationen und Bestätigungen für kostenpflichtiges Bestellen, Stichwort Button-Lösung, zu halten. Die AK testete nun 48 Webshops, wie sie mit den neuen Vorgaben in der Praxis umgehen. Das Ergebnis zeigt: Die Button-Lösung passt im Großen und Ganzen.

"Die EU-Verbraucherrechte-Richtlinie schreibt den Anbietern bestimmte Informationen und Bestätigungen vor, um Konsumenten den Überblick über den Bestellvorgang zu erleichtern", sagt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Die Button-Lösung wurde vor allem eingeführt, um auf Internetabzocker zu reagieren, die etwa mit "jetzt anmelden"-Buttons auf vermeintlichen Gratisseiten die Kosten verschleiern wollten.

Online-Anbieter müssen sich von KonsumentInnen bestätigen lassen, dass ihnen die mit der Bestellung verbundene Zahlungspflicht bewusst ist. Es muss einen eindeutigen Zahlungshinweis geben. Durch Klicken eines Bestellknopfes mit der Aufschrift "kostenpflichtig bestellen", "jetzt zahlen" oder einer ähnlichen eindeutigen Formulierung ist der Konsument an seine kostenpflichtige Bestellung gebunden. Es reichen nicht Formulierungen wie "bestellen" oder "Bestellung abschicken". Überdies müssen Online-Shops UserInnen unmittelbar vor der Vertragserklärung hervorgehoben auf den Gesamtpreis und die wesentlichen Eigenschaften der Ware oder Dienstleistung hinweisen.

Die AK wollte nach rund einem Jahr wissen, wie die Online-Anbieter mit den neuen Regeln umgehen. Das Österreichische Institut für angewandte Telekommunikation hat 48 Webshops exemplarisch unter die Lupe genommen.

Wird die Button-Lösung richtig umgesetzt? Von den 48 getesteten Seiten setzen 41 die Button-Beschriftung korrekt um. Sieben verwendeten Button-Aufschriften wie "Bestellung abschließen", "Bestellung abschicken" oder "jetzt verbindlich buchen". Das ist nicht gesetzeskonform - ein eindeutiger Hinweis auf die Zahlungspflicht fehlt hier. Intransparent ist, dass einzelne Shops den Bestell-Button im Bestellablauf mehrfach eingebaut haben und KonsumentInnen rätseln, wann die Bestellung verbindlich wird.

(Forts.)

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