FHP-Charta für Holzbau: Forderungspaket an Bundesminister Mitterlehner übergeben

Unterstützungserklärungen repräsentieren mehr als 1,5 Mio. Staatsbürger

Wien (OTS) - Bundesminister Andrä Rupprechter hat die FHP-Charta für Holzbau als Erster unterschrieben. Über 8.600 Institutionen, Vereinigungen und auch Einzelpersonen sind seinem Beispiel gefolgt. Darunter befinden sich Familienministerin Sophie Karmasin, Sozialminister Rudolf Hundstorfer, 30 Nationalratsabgeordnete aller im Parlament vertretenen Fraktionen, namhafte Vertreter weltlicher und kirchlicher Organisationen, Unternehmer- und Arbeitgebervertreter, Naturschutzorganisationen, Prominente aus Kultur, Wirtschaft und Medien. Die Unterstützungserklärungen konnten zwischen Mai und Juli 2015 elektronisch und über Unterschriftenlisten abgegeben werden. Die zeichnenden Organisationen und Einrichtungen repräsentieren mehr als 1,5 Mio. Staatsbürger. Nun wurden die Forderungen daraus an Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner übergeben.

"Neues Wohnpaket" als Motivator

Die Holzbau-Charta fordert den vermehrten Einsatz von Holz im Zuge des Konjunkturpaketes der Bundesregierung. Da mehr als ein Fünftel der Bevölkerung die Bauweise mit Holz im heimischen Wohnbau unterstützt, soll auch ein Fünftel der geplanten Wohnungen aus Holz errichtet werden. Dies wären somit 6.000 Wohnungen im "Neuen Wohnpaket" (von insgesamt 30.000 geplanten) und 2.000 Wohnungen im ARE Investitionsprogramm (von insgesamt 10.000 geplanten). Ein Vertreter des Holzsektors soll zudem am Fortschrittsbericht an die Bundesregierung mitwirken, der mindestens einmal im Jahr im Ministerrat behandelt wird. In die Arbeitsgruppe für ein einheitliches, bundesweites Bau(Technik)-Regelwerk soll ein Vertreter der Holzbranche eingebunden werden.

Die österreichische Bundesregierung hat bekanntlich im März 2015 im Zuge der Steuerreform ein Konjunkturpaket vorgelegt, das auch eine Wohnbauoffensive beinhaltet. Das "Neue Wohnpaket" umfasst eine Investitionssumme von 5,7 Mrd. Euro für zigtausende neue Wohnungen.

Holzbau als Wirtschaftsmotor

"Die massive Unterstützung der FHP Holzbau-Charta durch die zahlreichen Unterzeichner ist ein klares Bekenntnis, Holz im Wohnbau vermehrt einzusetzen und so einen wichtigen Schritt hin zu höherer Lebensqualität, mehr Klimaschutz und steigendem Wohlstand zu setzen. Der Holzbau steht zudem für eine moderne und nachhaltige Wirtschaftspolitik. Aus Holz werden die Häuser der Zukunft gebaut", betonte FHP-Vorsitzender Georg Starhemberg bei der Übergabe des Forderungspapiers an Vizekanzler und Wirtschaftsminister Mitterlehner.

Mit einem Exportüberschuss von durchschnittlich 3,5 Mrd. Euro zählt die Wertschöpfungskette Forst-Holz-Papier zu den wichtigsten Aktivposten des österreichischen Außenhandels. Als Motor der Wertschöpfungskette Holz trägt der Holzbau durch einen hohen Verarbeitungsgrad in Österreich und eine Stärkung der strukturschwachen Regionen zu einer erhöhten Wertschöpfung bei. Neben der Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstumsimpulsen für Klein- und Mittelbetriebe wird der ländliche Raum gestärkt, da 300.000 Einkommensbeziehern in 172.000 (vorwiegend familiengeführten) Unternehmen eine Lebensgrundlage geboten wird.

Holzbau ist aktiver Klimaschutz

Bei Holz-Gebäuden werden andere Baustoffe ersetzt, deren Herstellung CO2-intensiv ist. Somit werden bei Holzbauten Emissionen vermieden. Auch als Kohlenstoff-Speicher leistet der Holzbau einen wichtigen Beitrag für die Klimapolitik: pro Kubikmeter werden bis zu 1 t CO2-Äquivalent langfristig gespeichert. Ein modernes Einfamilien-Holzhaus bindet somit jene Menge CO2, die ein KFZ in 40 Jahren verursacht und verringert somit unseren CO2-Footprint. Außerdem muss das Baumaterial Holz nicht aufwendig entsorgt werden. Am Ende seines Lebenszyklus kann es als Energieträger zum Einsatz kommen und dabei fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Gas ersetzen, wodurch zusätzliche Emissionen eingespart werden.

Holzhäuser sind "Nützlingshäuser"

Das Kooperationsabkommen FHP (Forst Holz Papier) ist als nationale Branchenplattform in Europa einzigartig. Das Symbol der FHP-Charta ist das hölzerne "Nützlingshaus". Es wurde vom Ökokreis im Forstamt Ottenstein gefertigt. Im übertragenen Sinne steht das Nützlingshaus somit für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit, genauso wie der vermehrte Einsatz von Holz im Wohnbau. Alle Details zur FHP-Charta sowie Fotos von prominenten Unterstützerinnen und Unterstützern sind unter: www.wald-in-österreich.at/holzbaucharta zu finden.
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Rückfragen & Kontakt:

Kooperationsabkommen Forst Holz Papier (FHP),
Generalsekretärin Mag. Hermine Hackl,
Tel.-Nr. 01/4020112/901; Email: hackl@forstholzpapier.at

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