70 Jahre Forum Alpbach: „Mein Europa – Ein Dorf“ am 19. August in ORF 2

Danach im „WELTjournal +“: „Grüne Wüsten – Visionen für die Welt“

Wien (OTS) - Alpbach, das "Dorf der Denker" in der Tiroler Bergwelt, hat mit seinen liberalen Ideen von Europa Generationen von Intellektuellen und Politikern geprägt. Zum 70-Jahr-Jubiläum der "Festspiele des Wissens" zeigen in Kurt Langbeins "Menschen & Mächte"-Dokumentation "Mein Europa - Ein Dorf" am Mittwoch, dem 19. August 2015, um 22.30 Uhr in ORF 2 persönliche Erzählungen aus vier Generationen, dass es auch heute noch den Blick über die Begrenztheit engen Denkens hinaus öffnet. Nach dem Film über richtungweisende Visionäre in den österreichischen Alpen folgt im "WELTjournal +" um 23.20 Uhr die Dokumentation "Grüne Wüsten - Visionen für die Welt".

Menschen & Mächte: "Mein Europa - Ein Dorf. 70 Jahre Festspiele des Wissens"

Es begann 1945: Nach der Befreiung von der Nazi-Herrschaft brauchten die nicht von der NS-Ideologie belasteten Intellektuellen neue Kristallisationspunkte für ihre Ideen zu einem friedlichen Europa. In diesem Bewusstsein veranstalteten Otto Molden und Simon Moser im Bergdorf Alpbach mit 80 Studenten die ersten "Internationalen Hochschulwochen", die 1949 den Namen "Europäisches Forum Alpbach" erhielten. Das Europäische Forum Alpbach hat inzwischen etliche Generationen von Intellektuellen und Politikern und damit die europäische politische Kultur entscheidend mit geprägt.

Der Film erzählt diese Entwicklungen in spannenden Episoden, in denen prominente Denker/innen, Politiker/innen, Intellektuelle und Wissenschafter/innen sowie Bewohner /innen des Alpendorfes ganz persönlich erzählen, wie das "Dorf der Denker" ihren Lebensweg beeinflusst hat. Die Kostümbildnerin Elisabeth Waltz-Urbancic, Mutter von Schauspieler Christoph Waltz, erinnert sich an das erste Forum im Jahr 1945. Die Erinnerungen von Persönlichkeiten wie Fritz Molden, Barbara Coudenhove-Kalergi, Hannes Androsch, Karl Schwarzenberg, Erhard Busek und vielen anderen bilden ein facettenreiches Gesamtbild der intellektuellen Entwicklung. Sie werden mit überwiegend noch unveröffentlichtem Super-8-Filmmaterial illustriert. Milana Sredojevic, eine junge Intellektuelle aus Serbien, die hier erstmals Kolleginnen und Kollegen aus dem Kosovo kennenlernte, resümiert: "Die Gründungsidee vor 70 Jahren war, nach dem Zweiten Weltkrieg Brücken zu schlagen und Europa wieder zu vereinen. Diese Aufgabe hat das Forum auch heute noch - etwa für die Balkan-Region."

WELTjournal +: "Grüne Wüsten - Visionen für die Welt"

Weltweit nimmt die biologische Vielfalt immer mehr ab. Die Ausbreitung der Städte, der Industrie, der Klimawandel und die Umweltverschmutzung bedrohen die letzten funktionierenden Ökosysteme. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, setzen globale Bewegungen zunehmend auf das Begrünen von Wüsten. Ehemals unfruchtbare Landstriche werden mit biologischen Mitteln wieder fruchtbar und nutzbar gemacht. Davon profitieren Mensch und Natur gleichermaßen. Inzwischen entsteht sogar ein neuer und vielleicht auch bald sehr profitabler Wirtschaftszweig, der sich die Umwandlung karger Flächen in wertvolles Agrarland zum Ziel gemacht hat.

"WELTjournal +" zeigt, wie ein in Österreich ausgebildeter Chemiker in Ägypten ein Pilotprojekt für die biologisch-dynamische Landwirtschaft aufbaut, das weit über das normale Öko-Modell hinausgeht.
In China wiederum wurde das Lössplateau mit enormem Aufwand wieder aufgeforstet: Die lokalen Bauern verkaufen jetzt erfolgreich Obst und Gemüse aus einer Gegend, in der noch vor Kurzem bitterste Armut herrschte, weil wegen der Erosion kein fruchtbarer Boden mehr vorhanden war.

Beide Sendungen sind auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) - vorbehaltlich vorhandener Online-Lizenzrechte - als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

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