Straffällig gewordene Jugendliche erhalten künftig mehr Chancen!

Volksanwältin Brinek begrüßt die in Aussicht genommenen Neuerungen zum Jugendstrafrecht.

Wien (OTS) - "Sozialnetzkonferenzen" helfen, Haft zu vermeiden. Der zweijährige Testlauf hat sich bewährt - er soll nunmehr Gesetz werden. Künftig sollen Gericht, Anklagebehörde, Bewährungshilfe und Kinder- und Jugendhilfeträger gemeinsam in Form von Haftkonferenzen bei straffällig gewordenen Jugendlichen Alternativen zur Untersuchungshaft erwägen.

Entlassungskonferenzen sollen helfen, die Zeit der Strafhaft zu reduzieren. Jugendlichen soll auch für die Zeit nach der Haft eine Stütze angeboten werden, um nicht neuerlich straffällig zu werden. Zu diesem Zweck wird neben einer Stärkung der Bewährungshilfe für ganz Österreich die Jugendgerichtshilfe eingerichtet, die in das soziale Umfeld des Jugendlichen eingebunden wird. Sie soll künftig von Gesetzes wegen berechtigt sein, Personen, die über die Lebensumstände eines Jugendlichen Auskünfte erteilen können, zu laden und zu befragen sowie unmittelbaren Kontakt mit dem Jugendlichen herzustellen.

"Wer strauchelt, dem soll geholfen werden", so Volksanwältin Brinek. "Zugleich ist ihm aber deutlich vor Augen zu führen, dass vom ihm Besserung erwartet wird". Wichtig ist es dabei, das soziale Umfeld des Jugendlichen, wie Eltern, Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn und Lehrer einzubinden. Sie alle können einem Jugendlichen helfen, eine krisenhafte Situation zu überwinden.

"Jeder kann einmal einen Fehler machen. Wichtig ist, für dieses Fehlverhalten aber einzustehen und daraus zu lernen", erklärt Brinek. Der Entwurf ist ein wesentlicher Schritt, straffällig gewordene Jugendliche aufzufangen und ihnen eine zweite Chance zu geben. "Er geht in die richtige Richtung", schließt die Volksanwältin.

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