Glawischnig: Traiskirchen braucht "Assistenz-Einsatz" der Hilfsorganisationen

Grüne plädiert, neben "Ärzte ohne Grenzen" andere NGO ins Lager zu lassen

Wien (OTS) - Die Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, ist erfreut, dass nach dem verheerenden Traiskirchen-Bericht von Amnesty International der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" der Zugang ins Lager gewährt wird. Allerdings plädiert die Grünen-Chefin dafür, auch anderen Hilfsorganisationen wie Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz und ähnliche ins Flüchtlingslager zu lassen. "Die Ergebnisse des Amnesty-Berichts zu den Zuständen in Traiskichen überraschen uns leider gar nicht. Bereits seit Wochen weisen NGO und auch wir Grünen darauf hin, dass die Flüchtlinge unter menschenrechtswidrigen und -unwürdigen Bedingungen untergebracht sind", unterstreicht Glawischnig.

Sie hält die derzeit für die Betreuung und Versorgung Zuständigen im überfüllten Flüchtlingslager Traiskirchen für überfordert. "Immerhin berichtet Amnesty International von übelsten sanitären und medizinischen Bedingungen im Lager. Unbegleitete Kinder sind sich selbst überlassen. Die Betreuung und Versorgung der Flüchtlinge -darunter viele Babys, unbegleitete Minderjährige, wirklich die Hilflosesten der Hilflosen - gehört in professionelle Hände. Die Hilfsorganisationen haben hier viel Erfahrung und vor allem das nötige Feingefühl im Umgang mit schwer Traumatisierten", betont Glawischnig. Sie plädiert dafür, Caritas, Diakonie & Co um "Assistenz-Einsatz" zu bitten und die Fachleute im Lager zumindest unterstützend einzusetzen.

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