Walser präsentiert Sprachförderungskonzept für Kinder: „Integration statt Ausgrenzung!“

Grüne mit heftiger Kritik an ÖVP-Vorschlägen

Wien (OTS) - "Wir wollen Integration statt Ausgrenzung, wir wollen Kinder zusammenführen statt sie zu trennen, und wir wollen ihnen die bestmögliche Sprachförderung ermöglichen", fasst Grünen-Bildungssprecher Harald Walser die heute im Ö1-Morgenjournal präsentierten Grünen Vorschläge für eine umfassende Sprachförderung zusammen.

ÖVP-Minister Kurz betreibt mit seiner undifferenziert vorgebrachten Forderung nach separierten Sprachklassen ein populistisches Spiel, obwohl er wissen müsste, dass eine solche Maßnahme ausschließlich für schulische QuereinsteigerInnen und dies auch nur für einen möglichst kurz gehaltenen Zeitraum empfohlen wird. "Damit biedert sich Kurz auf unverantwortliche Weise an eine auf Ausgrenzung bedachte FPÖ-Klientel an und schafft so jene Parallelgesellschaften, vor denen er immer warnt", kritisiert der Grüne Bildungssprecher die in der letzten Woche erneuerten ÖVP-Vorschläge: "Die ÖVP will mit der frühen Trennung die soziale und auch eine ethnische Selektion bereits im Vorschulbereich festschreiben."

Die Vorschläge der Grünen basieren auf einem in Hamburg entwickelten und mittlerweile auf breiter Ebene praktizierten erfolgreichen Modell, das eine durchgängige, additive Sprachförderung von der Vorschule bis zum Ende der Pflichtschulzeit vorsieht, auf Einbindung der Eltern und auf regelmäßige Sprachstandserhebungen setzt. "Eine gezielte, individualisierte Förderung der Bildungssprache setzt allerdings angemessene Arbeitsbedingungen in den Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen sowie beginnend mit dem Kindergarten eine deutlich bessere Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen voraus", merkt Walser an. Im Moment werde ins Blaue hineininvestiert, weil die Fördermaßnahmen oft konzeptlos erfolgen und nicht genügend Fachpersonal in den Kindergärten und Schulen zur Verfügung steht. Für Walser ist es allerhöchste Zeit, hier anzusetzen: "Gefordert sind Maßnahmen, die eine gute Ausbildung der Lehrenden garantieren und die Implementierung von bundeseinheitlichen Qualitätsstandards, um eine kompetente Förderung der Kinder sicherzustellen."

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