Neues Volksblatt: "Klare Worte" von Markus EBERT

Ausgabe vom 14. August 2015

Linz (OTS) - Zugegeben, es hat in der Asyl-Problematik sehr lange gedauert, bis so etwas wie ein politisches Konzept zu erkennen war. Unterschiedliche parteipolitische Interessen auch in der Koalition in Wien waren nicht gerade förderlich; nicht gerade hilfreich war wohl auch die mangelnde Kommunikation - und zwar insgesamt in diesem ohnehin sehr sensiblen Bereich.
Aber: Kaum erhalten die Menschen auf die drängendsten Frage nicht nur Antworten sondern auch das Gefühl vermittelt, dass der Asyl-Problematik strukturiert entgegengetreten wird, verliert das Thema an Brisanz. Dass in Oberösterreich etwa die Menschen die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen als wichtigste Aufgabe der Politik sehen, belegt wohl, dass hier ein Stimmungswandel erfolgt. Es belegt aber auch, dass man den populistischen Hetzern sehr wohl mit Handlungsbereitschaft einerseits und vermittelter Lösungskompetenz andererseits das Wasser abgraben kann. Ja, das Asylproblem ist durchaus beträchtlich, aber: Es ist auch bewältigbar. Allerdings nur dann, wenn alle, die sich für konstruktive politische Kräfte halten, an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen. Und: Man darf und muss die Dinge auch beim Namen nennen, wie das nun etwa seitens der OÖVP mit dem Asyl auf Zeit oder der Absage an Wirtschaftsflüchtlinge passiert. Gerade das muss im Sinne jener sein, die tatsächlich auf unsere Hilfsbereitschaft angewiesen sind.

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