GLOBAL 2000: Wird Feuerwehr zur Klimawehr?

Die Freiwillige Feuerwehr blickt in die Zukunft

Wien (OTS) - Immer öfter werden die Freiwilligen Feuerwehren in Österreich wegen Extremereignissen wie Hochwasser, Unwetter oder Waldbränden zu Hilfe gerufen.

"Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit", so Leonore Gewessler, Geschäftsführerin von GLOBAL 2000. Die wetter- und klimabedingten Schäden betragen in Österreich schon jetzt etwa eine Milliarde Euro jährlich.

40 Prozent Klimaeinsätze
Bei der Beseitigung der enormen Schäden sind die heimischen Freiwilligen Feuerwehren nicht wegzudenken. Ohne sie wären die meisten Großschadenslagen kaum unter Kontrolle zu bekommen. Schon heute gelten mehr als 40 Prozent der Ausfahrten Klimawandelfolgen wie Waldbränden, Wasserversorgungen, Unwetter- oder Sturmeinsätzen, etc. Tendenz: Steigend! "Derzeit sind die Feuerwehreinsätze noch auf ehrenamtlicher Basis organisiert. Der Klimawandel könnte das bald in Frage stellen", so Gewessler.

So waren zum Beispiel bei der Hochwasserkatastrophe 2013 in Österreich 80.000 Feuerwehrmitglieder elf Tage durchgehend im Einsatz, das entspricht umgerechnet 1,2 Millionen Stunden.

Dienstfreistellung und Klimaschutz
Mehr Arbeit, die Anzahl der Mitglieder bleibt jedoch annähernd gleich. Die Zahl der freiwilligen Feuerwehrleute stagniert in den vergangenen Jahren - weshalb die Feuerwehren nun reagieren. Tagelange Einsätze in anderen Regionen bzw. (Bundes-)Ländern bedeuten auch eine längere Abwesenheit vom Arbeitsplatz. Und das wird gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten immer schwieriger.

Klima schützen - HelferInnen unterstützen
Für die meist mehrtägigen Einsätze müssen sich fast 260.000 aktive Feuerwehrleute extra Urlaub nehmen. Durch die steigende Anzahl der Einsätze bei Elementarereignissen wird das in Zukunft eine Herausforderung. Denn mit wenigen Ausnahmen, gibt es noch immer keine gesetzliche Regelung für Dienstfreistellungen der freiwilligen HelferInnen.

"Wir fordern schon lange, dass die Freistellung für gewisse Einsätze gesetzlich geregelt werden muss", so der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Albert Kern. "Ein vernünftiges Anreizsystem für ArbeitgeberInnen könnte das ehrenamtliche Engagement vieler ÖsterreicherInnen unterstützen", so der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Albert Kern. "Das wäre eine vernünftige Lösung - und wir könnten eine Lücke schließen", so Kern.

Ein weiterer Ansatz des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes ist die Nachwuchsförderung. Geburtenschwache Jahrgänge, demografische Entwicklungen und ein Wertewandel bei Jugendlichen auf der einen Seite, sowie ein schier unendlich reiches Angebot an alternativer Freizeitgestaltung auf der anderen, lasst in Gesamtösterreich die Mitgliederzahlen in der Feuerwehrjugend stagnieren, in manchen Bundesländern sogar sinken. So hat der Österreichische Bundesfeuerwehrverband mit dem Referat "Feuerwehrjugend" - und in engem Schulterschluss mit den Landesfeuerwehrverbänden - eine eigene Kampagne initiiert: seidabei.bundesfeuerwehrverband.at

Lassen Sie uns die Arbeit von freiwilligen Feuerwehrleuten nachhaltig sichern und fordern Sie jetzt von den politisch Verantwortlichen Hilfe für unsere HelferInnen mit 100% Klimaschutz und 100% erneuerbare Energie.

Wir fordern:
Eine rechtliche Regelung der Dienstfreistellung der freiwilligen Feuerwehrleute
Eine Energiezukunft ohne Atom, Kohle und Fracking
Den Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energie
Die Unterstützung von Betroffenen des Klimawandels

Helfen Sie den HelferInnen! Denn Katastrophen warten nicht bis Dienstschluss:
https://www.global2000.at/freiwillige-feuerwehr-braucht-hilfe-100-kli
maschutz-jetzt

Fotos zur heutigen Pressekonferenz zum Download:
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Rückfragen & Kontakt:

Rückfragehinweis:

Mag. Martin Aschauer, GLOBAL 2000, 069914200033, martin.aschauer@global2000.at
Mag. Raimund Lunzer, GLOBAL 2000, 069914200035, raimund.lunzer@global2000.at
Andreas Rieger, ÖBFV, 066488279831, rieger@bundesfeuerwehrverband.at

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