Weninger: Ab heute leben wir auf Kosten unserer Zukunft

"World Overshoot Day" - Fairer Handel und Ressourcenschonung als Zukunftschance erkennen

Wien (OTS/SK) - "Überfüllte Einkaufswägen, überflüssige Plastiksackerl und nicht notwendige Autofahrten sind alltägliche Beispiele, wie gedankenlos Menschen mit der Umwelt umgehen. Daraus ergibt sich, dass wir bereits ab Mitte August über unseren Verhältnissen leben", erinnert SPÖ-Umweltsprecher Hannes Weninger am heutigen "World Overshoot Day". Ab 13. August hat die Weltbevölkerung die Erdressourcen für heuer vollkommen aufgebraucht. "Ab morgen zehren wir bereits an den Vorräten unseres Planeten", fordert der SPÖ-Abgeordnete einen effizienteren Umgang mit Ressourcen. ****

"Österreich hat gute Voraussetzungen, im Rahmen der EU-Strategie ‚Ressourcenschonendes Europa‘ eine vorbildliche Rolle zu übernehmen. Dafür brauchen wir jedoch eine ambitionierte Umsetzung der vereinbarten Klimastrategie und der bereits beschlossenen Energieeffizienz- und Ökostromgesetze", kritisiert Weninger Bremsmanöver aus der Wirtschaft und Agrarindustrie. Eine konsequente Ressourcenstrategie ist Voraussetzung, um die von der EU angestrebten Verringerungen der Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent bis 2050 zu erreichen, die Abhängigkeit von Öl und Gas zu überwinden und eine nachhaltige Wachstums- und Beschäftigungspolitik zu erreichen.

Fairen Handel und Entwicklungshilfe forcieren

"Alleine mit den Lebensmitteln, die am Weg von der Produktion bis zum Konsumenten vergeudet werden, könnte die Menschheit drei Mal ernährt werden", macht Weninger deutlich. Aktuelle Studien schätzen, dass die österreichischen Haushalte jährlich bis zu 157.000 Tonnen an angebrochenen und original verpackten Lebensmitteln wegwerfen, obwohl diese bei rechtzeitigem Konsum genießbar gewesen wären. Der SPÖ-Umweltsprecher begrüßt daher die Initiative des Europäischen Parlaments für eine Doppelkennzeichnung mit "Verkaufen bis" und "Zu verbrauchen bis", die mit einer umfassenden Beratungsoffensive für KonsumentInnen ergänzt werden muss.

"Solange wir mit unseren übertriebenen Ressourcenhunger nach billigen Lebensmitteln, Rohstoffen und Produkten die Lebensbedingungen in vielen Entwicklungsländern nachhaltig zerstören, dürfen wir uns über die Flucht vor Hunger, Armut und Hoffnungslosigkeit nicht wundern", fordert Weninger mehr fairen statt sogenannten freien Handel und einen Ausbau auch der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. (Schluss) sc/ph

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