„matinee“-Doppel: Dokus über Salzburg und Tschaikowsky als Einstimmung auf philharmonisches Live-Konzert am Sonntag

Doku über „Dreigroschenoper“ am Samstag

Wien (OTS) - Ganz im Zeichen der Salzburger Festspiele steht das "matinee"-Doppel am Feiertagswochenende:

Zur Einstimmung auf die Live-Übertragung des Konzerts der Wiener Philharmoniker mit Werken von Tschaikowsky und Brahms unter der musikalischen Leitung von Riccardo Muti und Geigerin Anne-Sophie Mutter als Solistin am Sonntag, dem 16. August 2015, um 11.00 Uhr, zeigt ORF 2 die Dokumentationen "Salzburg - Im Schatten der Felsen" (9.05 Uhr) von Georg Riha mit einem ungewöhnlichen Blick auf die Festspielmetropole und "Die Akte Tschaikowsky (9.50 Uhr) über das Leben und Werk des wohl berühmtesten russischen Komponisten, dessen Geburtstag sich heuer zum 175. Mal jährt. Weiters: ein kostbares Archivdokument aus der beliebten Reihe "Fenstergucker" (10.45 Uhr) mit einem Rückblick auf das Salzburg des Jahres 1957.
Zu Mariä Himmelfahrt, am Samstag, dem 15. August, präsentiert die "matinee" um 9.05 Uhr in ORF 2 die Dokumentation "Große Werke entdecken: Die Dreigroschenoper", in der Schauspieler Ben Becker der Entstehungsgeschichte des berühmten Werks nachspürt, das heuer in Salzburg in einer konzertanten Version (mit Max Raabe) sowie szenisch in einer neuen musikalischen Adaption von Martin Lowe auf die Bühne kommt.

Samstag, 15. August: "Große Werke entdecken: Die Dreigroschenoper" (9.05 Uhr, ORF 2)

Ben Becker besucht in der Dokumentation von Günther Klein die Berliner Originalstätten der "Dreigroschenoper" - eines der größten Theatererfolge des 20. Jahrhunderts. Uraufgeführt wurde das Stück von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill am 31. August 1928 im Theater am Schiffbauerdamm, das heute dem Berliner Ensemble als Spielstätte dient. Trotz des immensen Erfolgs bewirkte die "Dreigroschenoper" genau das Gegenteil von Brechts Intention. Der Versuch, dem korrupten Bürger sein Spiegelbild vor Augen zu führen, missglückte. Anstatt sich in den Bühnenfiguren selbstkritisch wiederzuerkennen, amüsierte sich das Publikum prächtig.
Ben Becker findet eine aufregende Spur in einem Antiquitätengeschäft, erlebt in Kaufhäusern und Cafés die Stimmung, in der sich in den zwanziger Jahren Brechts revolutionäres Talent entfaltete, und untersucht die schönen und weniger schönen Seiten Berlins. Neben Ben Becker kommen auch Claus Peymann und der Brecht-Weill-Spezialist und Musikwissenschafter Joachim Lucchesi zu Wort.

Sonntag, 16. August:

"Salzburg - Im Schatten der Felsen" (9.05 Uhr, ORF 2)

Im Mittelpunkt des Films von Georg Riha stehen die Festung Hohensalzburg und der Fels, der der Stadt ihr Aussehen verleiht. Der Mönchsberg prägt Salzburg genauso wie die Bauten, die in seinen Fels gehauen wurden, etwa die berühmte und namengebende Felsenreitschule. Auch das Baumaterial vieler anderer Gebäude stammt aus dem Berg - und selbst am Salzburger Dom erkennt man noch heute die geologische Herkunft seiner Fassaden.
Der Film porträtiert die Festspielstadt, zeigt dabei auch ihre verborgenen Seiten und lässt ihre faszinierende und lebendige Vielfalt erahnen. Dazu gehört nicht nur die Almwirtschaft am Kapuzinerberg, sondern ebenso die mutigen Bergputzer an den Felswänden der Innenstadt oder das einzigartige unterirdische Wasserversorgungssystem, genannt Almkanal.
Viele Klöster und Kirchen und zahlreiche versteckte kulturelle Juwele ergänzen das facettenreiche Bild der prächtigen Stadt an der Salzach.

"Die Akte Tschaikowsky" (9.50 Uhr, ORF 2)

Mit seinen Balletten "Schwanensee" und "Nussknacker", seiner Oper "Eugen Onegin", den Konzerten und Symphonien hat Piotr Iljitsch Tschaikowsky Welterfolge geschaffen. Russlands wohl berühmtester Komponist wird in seinem Heimatland als Nationalheld gefeiert. Regisseur Ralf Pleger holt Tschaikowskys Leben ins Hier und Heute. Im Zentrum seines Psychogramms stehen das Ringen des Komponisten mit seiner Homosexualität, die schwerwiegenden Folgen seiner psychischen Krise, die Verquickung von Leben und Werk und die rätselhaften Umstände seines Todes. Die aktuelle Brisanz im homophoben Russland rückt ebenso ins Blickfeld wie die - oftmals verkannte - Modernität von Tschaikowskys Musik.
Basis des Films bilden Interviews mit namhaften internationalen Künstlern und Experten, darunter der russische Ballettstar mit österreichischem Pass Vladimir Malakhov, der exzentrische amerikanische Orgelvirtuose Cameron Carpenter und die südafrikanische Choreografin Dada Masilo.

"Fenstergucker - Salzburg" (10.45 Uhr, ORF 2)

1957 war das Geburtsjahr einer der erfolgreichsten und beliebtesten Kulturreihen des ORF: "Fenstergucker", benannt nach dem Baumeister des Wiener Stephansdoms, Anton Pilgram, der sein Antlitz 1514 in der Kanzel des Doms verewigt hat.
Im Sommer 1957 führte der "Fenstergucker" in die Festspielstadt Salzburg, wo gerade die Bauarbeiten am damals neuen Großen Festspielhaus im Gange waren. Auch die archäologischen Ausgrabungen im und um den Salzburger Dom im Rahmen der Renovierungsarbeiten liefen damals auf Hochtouren und brachten beeindruckende Fundstücke aus der Geschichte der Mozartstadt zutage. Regie führte Hermann Lanske.

Live: "Konzert der Wiener Philharmoniker" (11.00 Uhr, ORF 2)

Nach der Live-Übertragung der "Fidelio"-Neuinszenierung am 13. August zeigt ORF 2 am 16. August ein weiteres Highlight der diesjährigen Salzburger Festspiele live: eine Konzertmatinee der Wiener Philharmoniker in Starbesetzung: mit Riccardo Muti am Dirigentenpult und Anne-Sophie Mutter als Solistin. Auf dem Programm stehen P. I. Tschaikowskys Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 sowie die Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73 von Johannes Brahms.
Ö1 sendet bereits am 15. August um 11.03 Uhr eine Aufzeichnung der Premiere vom Vortag.

Die Sendungen der "matinee", für die Lizenzrechte vorliegen, sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

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