• 12.08.2015, 10:39:30
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Greenpeace zu Hitzewelle: Ein Sommer wie 2050

Umweltschutzorganisation bietet Vorgeschmack auf die Folgen des Klimawandels

Utl.: Umweltschutzorganisation bietet Vorgeschmack auf die Folgen
des Klimawandels =

Wien (OTS) - Mit dieser Woche wurde in Österreich die Anzahl der
jährlichen Hitzetage überschritten, die Klimaforscher für das Jahr
2050 prognostizieren, wenn nicht drastische Maßnahmen gegen den
Klimawandel unternommen werden. 15 Hitzetage - Tage an denen die
Temperatur mindestens 30 Grad erreicht - verzeichnet Österreich
normalerweise in einem durchschnittlichen Sommer. Heute zählt Wien
allerdings den bereits 33. Hitzetag im laufenden Jahr, Innsbruck
sogar den 38. "Werden die Treibhausgas-Emissionen nicht drastisch
gesenkt, werden wir in Österreich im Jahr 2050 durchschnittlich 30,
im Jahr 2100 45-50 Hitzetage erleben", warnt Greenpeace Klima- und
Energiesprecher Adam Pawloff.

Um auf die langfristigen Folgen des Klimawandels in Österreich
aufmerksam zu machen, bot Greenpeace heute im Rahmen einer Fotoaktion
auf dem "Bauernmarkt" die heimischen Früchte zum Sommer 2050 an:
"Wachauer Mangos, Steirische Avocados und Mostviertler Bananen statt
Marillen, Äpfel und Birnen; neben der großen Hitze ein weiterer
Vorgeschmack auf den Sommer 2050", so Pawloff.

Was die aktuelle Entwicklung besonders kennzeichnet, sind nicht nur
die außergewöhnlich hohen Temperaturen tagsüber, sondern vor allem
die warmen Nächte. In diesem Jahr erlebte Wien, nach 2013 zum zweiten
Mal seit 1950, 14 Tagesperioden, in denen die durchschnittlichen
Temperaturen nicht unter 20 Grad gesunken sind, so genannte tropische
Nächte. Die hohen Nachttemperaturen belasten die Menschen ganz
besonders, da sie über längere Zeiten keine Erholungsphasen erleben.

Neben dem Einfluss auf die Menschen hat der Klimawandel auch
gravierende Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Die
Hagelversicherung schätzt die Dürreschäden 2015 auf 100 Millionen
Euro. Damit nicht genug: Auch der Starkregen und Hagel in Folge von
extremer Hitze verursachen große Ausfälle. In Zukunft wird das
Anbaupotential für wärmeliebende Pflanzen in Österreich deutlich
steigen, stellt der österreichische Sachstandsbericht fest. "Das ist
vielleicht eine gute Nachricht für umweltbewusste Liebhaber von
tropischen Früchten. Für die vom Klimawandel betroffenen Bäuerinnen
und Bauern ist es aber nur ein schwacher Trost", so Pawloff.

"Um solche Bedingungen in Zukunft zu minimieren, ist es entscheidend,
bei der Weltklimakonferenz in Paris ein global verbindliches Abkommen
für alle Staaten zu verabschieden", so Pawloff. "Dabei muss die EU
eine Vorreiterrolle einnehmen". Greenpeace fordert ebenfalls einen
Stopp des Emissionsanstiegs noch im Jahr 2015 und den Umstieg auf
100% Erneuerbare Energien bis 2050.

Bildmaterial
finden Sie unter
https://greenpeace.app.box.com/s/3bk3eathw16nar1zt9y72b1zyznfr04n
Dieses steht unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen Nutzung
kostenlos zur Verfügung
((C) Greenpeace/ Georg Mayer)

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