AK kämpft weiter für Pensionsvorschuss

Linz (OTS) - Um seine Existenz kämpft ein schwerkranker Facharbeiter:
Sein Anspruch auf Krankengeld ist abgelaufen und sein Antrag auf Invaliditätspension ist noch nicht rechtskräftig erledigt. Wie lange das Verfahren dauert, ist ungewiss. So-lange hängt der schwer herzkranke Mann finanziell in der Luft. "Wieder ein Beispiel dafür, was für unmenschliche Auswirkungen die Abschaffung des Pensionsvorschusses in der Praxis hat", kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Der 57-Jährige leidet an einer koronaren Herzkrankheit - einer Erkrankung der Herzkranzge-fäße, an eingeschränktem Hörvermögen mit starkem Ohrensausen und an massiven Schä-digungen der Wirbelsäule, sodass mehrere Halswirbeln versteift werden mussten. Seit März 2014 ist der Mann arbeitsunfähig. Die Pensionsversicherungsanstalt hat seinen Antrag auf Invaliditätspension im Dezember bereits abgelehnt. Die AK lässt diese Entscheidung nun beim Sozialgericht überprüfen und hat gegen den Bescheid eine Klage eingebracht.

Derzeit ist ein Ende des Verfahrens nicht absehbar. Und das stellt den Mann vor unlösbare Probleme, weil er keinerlei finanzielle Unterstützung bekommt: Sein Krankengeldanspruch ist mit Mai abgelaufen, Arbeitslosengeld steht ihm aufgrund seines aufrechten Dienstverhältnis-ses und seiner Arbeitsunfähigkeit nicht zu und der Pensionsvorschuss, der Betroffenen früher zur finanziellen Überbrückung diente, wurde abgeschafft. Und das Einkommen seiner teilzeitbeschäftigten Gattin reicht nicht aus, um die Existenz zu sichern.

Mit tragischen Fällen wie diesem ist die Arbeiterkammer seit der unglücklichen Neuregelung des Pensionsvorschusses immer wieder konfrontiert. "Das muss endlich repariert werden. Wer krank ist, braucht eine soziale Absicherung", fordert Dr. Johann Kalliauer: "Es darf ein-fach nicht sein, dass jemand, der Jahrzehnte lang Sozialversicherungsbeiträge gezahlt hat, im Krankheitsfall ohne finanzielle Unterstützung da steht und seinen Krankenversicherungs-schutz verliert."

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