Junge Industrie Salzburg fordert Talente-Check für Asylberechtigte

JI-Sbg-Vorsitzender Wimmer: Integration mit gezielter Ausbildung von Beginn an fördern – Lehre als attraktiven Berufsweg weiter stärken

Wien (OTS/PdI) - "Arbeit, und damit ein selbstbestimmtes Leben, ist einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um eine erfolgreiche Integration geht. Aus gesellschaftspolitischen aber auch wirtschaftspolitischen Gründen sollten wir daher dringend einen umfassenden Talente-Check für Asylberechtigte einführen. Hier geht viel Potenzial verloren", so der Vorsitzende der Jungen Industrie (JI) Salzburg, Andreas Wimmer: "Es gibt in der Industrie freie Lehrstellen, und selbst jetzt spüren wir da und dort den Fachkräftemangel. Ein Check entsprechender Begabungen und Qualifizierung bei Asylberechtigten könnte gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen helfen, den richtigen Karriere-Weg einzuschlagen. Überhaupt sollte dem Fachkräftemangel mit der Förderung der jungen Erwachsenen-Lehre für alle Arbeitssuchenden entgegengewirkt werden", so Wimmer. Denn Ausbildung sei nach wie vor der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit.

Die Lehre werde dabei noch immer unterschätzt: "Gerade die Industrie bietet über den Lehrweg eine Vielzahl von Karrieremöglickeiten, die viele Junge aber auch junge Erwachsene gar nicht kennen. Hier braucht es sicherlich Maßnahmen, um die Lehre als attraktiven Berufsweg hervorzuheben und gerade auch für Erwachsene und somit erfahrene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiver zu machen", wie Wimmer betonte. Im Falle von Asylberechtigten könnte aufgrund eines solchen Talente-Checks, etwa angelehnt an den nun startenden Talente-Check der Wirtschaftskammer Salzburg
(http://www.talentecheck-salzburg.at), der Ausbildungsweg mit einem
verpflichtenden, fachspezifischen Deutschkurs kombiniert werden.

Ein solcher Talente-Check könnte aber auch bereits bei Asyl-Bewerbern sinnvoll sein: "Je früher erhoben wird, was Menschen, die in Österreich leben wollen, zum Arbeitsmarkt beitragen können, desto besser wäre es im Grunde. Idealerweise sollte hier ein flächendeckender Lösungsansatz gefunden werden, in dessen Erstellung alle betroffenen Ministerien aber auch Institutionen wie das AMS involviert werden sollten", so Wimmer. Das Endergebnis sollte aber keine neue "komplizierte Bürokratie" sein, vielmehr sollten bestehende Initiativen auf ihre Brauchbarkeit überprüft werden, wie der Vorsitzende betone: "Man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Koordinierte Anstrengungen für eine schnellere Integration in den Arbeitsmarkt sind aber ganz einfach notwendig - und Investitionen sparen uns hier langfristig auch Geld, wenn mehr Asylberechtigte ihren Lebensunterhalt selber verdienen können und weniger von Sozialleistungen und sonstigen Zuschüssen abhängig sind."

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