Korun: Pseudo-Debatte über "Asyl auf Zeit" geht am Problem vorbei

Grüne: Flüchtlinge brauchen JETZT ein Dach über dem Kopf

Wien (OTS) - "Die Debatte um 'Asyl auf Zeit' für Kriegsflüchtlinge ist eine jener symptomatischen Pseudo-Asyldebatten, die - wie der buchstäbliche Sturm im Wasserglas - außer einem Wirbel keinerlei Effekte haben. Sie geht am eigentlichen Problem vollkommen vorbei:
Egal was für einen Rechtsstatus die Schutzsuchenden in einem Monat haben werden, unterbringen müssen wir sie trotzdem. Denn de-facto-Flüchtlinge, wie damals beispielsweise die BosnierInnen, brauchen genauso ein Dach über dem Kopf wie reguläre AsylwerberInnen oder anerkannte Flüchtlinge", fasst Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, die sinnentleerte Debatte über eine Vertriebenen-Regelung zusammen.

"Viele würden, sobald sie eine Möglichkeit sehen, ohnehin zurückkehren. Wir wissen aber alle, dass gerade jene Kriegsflüchtlinge, die derzeit aus Syrien und dem Irak kommen, nicht so bald zurückkehren werden können. Der Syrienkrieg ist im fünften Jahr und schreitet voran, Städte sind zerbombt. Und von vorneherein wider besseren Wissens befristeten Schutz zu gewähren, der dann über Jahre hinweg immer wieder verlängert werden muss, ist sinnlos und erzeugt nur zusätzliche Bürokratie" sagt Korun.

"Statt derartige Ablenkungsdebatten zu starten, sollte sich die Regierung gemeinsam auf tatsächliche Lösungen konzentrieren: Die rasche Öffnung von leerstehenden Bundes- und Landesgebäuden sowie leerstehenden Kasernen. Diese Herausforderung ist durchaus zu meistern. Pseudo-Debatten, in denen der Bevölkerung vorgegaukelt wird, dass schon morgen alles ganz anders sein wird, helfen weder der Bevölkerung noch den obdachlosen Schutzsuchenden", fordert Korun.

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