Niessl im ÖSTERREICH-Interview: Bundesheer soll in Asylfrage Aufgaben der Polizei übernehmen

Burgenlands Landeshauptmann: "Ich fordere einen Heeres-Assistenzeinsatz: Flüchtlingstransporte, auch Administration kann von Heer gemacht werden."

Wien (OTS) - Im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Montagsausgabe)verlangt Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl den Einsatz des Bundesheeres zur Bewältigung des Flüchtlingsproblems. Niessl: "Ich fordere einen Assistenzeinsatz, auch die Administration kann vom Heer gemacht werden." Das Bundesheer könnte Polizei und "auch das Rote Kreuz entlasten".

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner soll das Bundesheer anfordern. Niessl: "Sie ist zu ständig ... Die Frau Innenministerin sollte mit ihren Polizisten reden: Sie sind rund um die Uhr im Einsatz, um die Daten aufzunehmen und die Flüchtlinge in Erstaufnahmestellen zu bringen. Sie fehlen dann bei der Verkehrsüberwachung in der Hauptreisezeit. Das ist unverantwortlich."

Niessl spricht auch eine Obergrenze für Flüchtlinge an: "Wir im Burgenland sagen: Pro 1.000 Einwohner rund 10 Kriegsflüchtlinge unterbringen. So sollte man vorgehen."

Und wenn die prognostizierte Zahl von 80.000 Asyl-Werbern in diesem Jahr überschritten wird? Niessl: "Es hat in den letzten Jahren doch kaum Rückführungen von Menschen gegeben die kein Asyl bekamen. Deshalb wurde Österreich so attraktiv - auch für Wirtschaftsflüchtlinge. Wir brauchen auch Aufnahmezentren an der EU-Grenze um die Flüchtlinge gerecht auf die EU zu verteilen. Drittens: Warum hat man den Westbalkan nicht längst zu sicheren Drittstaaten erklärt. damit von dort keine Arbeitsflüchtlinge kommen? Ein Riesenversäumnis!"

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