Neues Volksblatt: "Gegenrezept" von Markus EBERT

Ausgabe vom 31. Juli 2015

Linz (OTS) - Wie recht der Bundeskanzler doch hat, wenn er sagt, Quartiere für Asylwerber könne man nicht "durch öffentliche Erklärungen und gegenseitige Schuldzuweisungen" schaffen. Vielmehr müsse man Lösungsansätze "miteinander in ernsthaften Besprechungen klären". Das hätte Werner Faymann nicht zuletzt auch seinen Genossen ein wenig früher ins Stammbuch schreiben können, die sich - wie etwa jüngst der rote Justizsprecher - am liebsten auf die Innenministerin einschossen und so der FPÖ genau jene Munition lieferten, damit die Blauen tagtäglich vom Asylchaos reden können. Im Übrigen hatten sich in Oberösterreich OÖVP, SPÖ und Grünen genau dessen besonnen, was Faymann einfordert: Man hat sich zusammengesetzt und gemeinsam alles unternommen, damit die Flüchtlinge aus den unseligen Zelten möglichst rasch wegkommen und ein festes Dach über dem Kopf bekommen. Mit heutigem Tag sind, nach zweieinhalb Monaten, die Zelte in OÖ Geschichte.
Unbestritten ist, dass sowohl die Quartierssuche als auch die Betreuung der Asylwerber eine große Herausforderung bleiben. Aber auch hier sollte man sich vom lauten Geschrei der Blauen nicht täuschen lassen: Es gibt mehr Solidarität im Land, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Sie sichtbar zu machen ist das beste Gegenrezept gegen jene, die aus dem Schüren von Ressentiments politischen Profit schlagen wollen.

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