Neue Broschüre: „Alkohol und andere Suchtmittel am Arbeitsplatz“ im Rahmen von „Alkohol 2020“

Wien (OTS) - Die neue Broschüre gibt suchtpräventive Informationen für Betriebe und wurde im Rahmen von "Alkohol 2020" vom Institut für Suchtprävention (ISP) der Sucht- und Drogenkoordination Wien erarbeitet.

Übermäßiger und gesundheitsgefährdender Konsum von Alkohol oder von anderen Suchtmitteln beeinflusst die Arbeitsleistung, die Sicherheit und die Gesundheit der MitarbeiterInnen eines Betriebs. Der Leitfaden richtet sich an Führungskräfte: Er gibt Antworten auf die Fragen, wie man im Anlassfall professionell reagieren und Suchtmittelkonsum vorbeugen kann. Die Broschüre enthält Informationen zu Sucht, gibt rechtliche Sicherheit und zeigt Möglichkeiten auf, wie bei Betroffenen interveniert werden kann, um den Arbeitsplatz möglichst nicht zu gefährden.

"Führungskräfte haben eine wichtige Funktion beim Planen und Umsetzen von Programmen der betrieblichen Suchtprävention. Wir geben mit diesem Leitfaden Hilfestellungen im Umgang mit einem sensiblen Thema", so Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely.

Alkoholabhängigkeit ist die häufigste Diagnose bei Suchterkrankungen in Österreich. Fünf bis zehn Prozent aller Beschäftigten in Unternehmen sind alkoholkrank oder konsumieren riskant. Die Broschüre legt deswegen einen Schwerpunkt auf das Thema Alkohol.

"Je früher bei Auffälligkeiten erste Schritte gesetzt werden, desto besser sind die Chancen auf eine Lösung des Problems", bekräftigt Michael Dressel, Koordinator für Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien. "Betroffene sollen frühzeitig Hilfe bekommen, damit eine Suchterkrankung erst gar nicht entsteht und negative Folgen abgewendet werden können", so Dressel weiter.

Ein Stufenplan gibt Orientierung im Anlassfall Der Stufenplan ist ein etabliertes Interventionskonzept in der betrieblichen Praxis, das seit Jahren erfolgreich angewandt wird. Darin sind fünf aufeinander abgestimmte Stufen mit den jeweiligen Hilfsangeboten und Konsequenzen beschrieben. Bei einem positiven Verlauf müssen nicht alle fünf Stufen durchlaufen werden.

"Es ist wichtig, dass auch Unternehmen das Thema Sucht und Suchtprävention ernst nehmen und nicht wegschauen. Es gibt zahlreiche Angebote, die Unternehmen nutzen können, um die für den jeweiligen Betrieb passenden Maßnahmen zu setzen. Suchtprävention wird idealerweise mit der betrieblichen Gesundheitsförderung verknüpft", ergänzt Lisa Brunner, Leiterin des ISP.

Service Die Broschüre "Alkohol und andere Suchtmittel am Arbeitsplatz - ein Leitfaden für Führungskräfte" kann im Raum Wien kostenlos bezogen werden. Bestellformular und PDF-Download der Broschüre und weitere Informationen und Publikationen zum Thema Suchtprävention unter: http://sdw.wien/ueber-uns/suchtpraevention/informationsmaterialien/

Alkohol 2020 - Menschen mit Alkoholerkrankung werden in Wien besser versorgt Mit dem gemeinsamen Projekt "Alkohol 2020" der WGKK, der Stadt Wien und der PVA wird die Versorgung von alkoholkranken Menschen in Wien verbessert. Im Rahmen des Projekts "Alkohol 2020" wird seit Oktober 2014 ein neues Gesamtkonzept für die Betreuung inklusive Behandlung und Rehabilitation von Menschen mit einer Alkoholerkrankung in Wien umgesetzt. Darin sind ambulante, stationäre, rehabilitative und integrationsfördernde Angebote aufeinander abgestimmt.

Ziel ist es, alkoholkranke Menschen in Wien bestmöglich zu betreuen um zu bewirken, dass sie objektiv wie auch subjektiv gesünder und in das gesellschaftliche Leben integriert sind. Interessierte können sich an das regionale Kompetenzzentrum wenden, das für die Aufnahme in das Projekt Alkohol 2020 zuständig ist.

regionales Kompetenzzentrum
Gumpendorfer Straße 157
1060 Wien

Tel.: +43 1 4000-53640
E-Mail: kompetenzzentrum@suchthilfe.at
(Um telefonische Terminvereinbarung wird gebeten)

Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien Das ISP ist die Landesfachstelle für Suchtprävention in Wien und das Kompetenzzentrum für suchtpräventive Aktivitäten. Aufgabe des ISP ist die Entwicklung, Koordination und Vernetzung der Suchtprävention in Wien. Für unterschiedliche Zielgruppen hat das ISP zahlreiche Angebote zur Förderung der Gesundheit und der Verhinderung einer Suchtentwicklung sowie zum frühzeitigen Erkennen von Suchtgefahren erarbeitet. www.sdw.wien

Foto der Broschüre unter:
https://www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=39405

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Mathias Tötzl, BA
Pressesprecher
Sucht- und Drogenkoordination Wien
Tel.: +43 1 4000 87400
E-Mail: mathias.toetzl@sd-wien.at

Mag.a Katharina Ebhart-Kubicek
Mediensprecherin
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