„Hiroshima. Der Tag, der die Welt veränderte“ in „Universum History“

Emmy-gekrönter Dokumentarfilm am 31. Juli um 22.40 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Vor 70 Jahren, am 6. August 1945, verändert ein Ereignis die Weltgeschichte: der erste militärische Einsatz der Atombombe, bei dem die USA die japanische Stadt Hiroshima aus der Luft angreifen. Die verheerenden Auswirkungen der Bombe, die Zehntausenden Menschen das Leben kostet, ist der Urknall des Atomzeitalters. Der gleißende Blitz und die pilzförmige Wolke sind längst zum Symbol menschlicher Zerstörungskraft geworden, bis heute sind die Regierungen rund um den Erdball mit der Zähmung dieser Kraft beschäftigt. Zum 70. Jahrestag der Ereignisse von Hiroshima zeigt "Universum History" mit dem Emmy-preisgekrönten Dokumentarfilm "Hiroshima. Der Tag, der die Welt veränderte" von Paul Wilmshurst am Freitag, dem 31. Juli 2015, um 22.40 Uhr in ORF 2 das Zustandekommen, den Einsatz und die Folgen des ersten Atombombenabwurfs der Weltgeschichte.

Das BBC-Doku-Drama zeichnet die historischen Ereignisse rund um den Bombenabwurf nach: Vom "Manhattan-Project", dem geheimen US-Großprojekt, das ab dem Jahr 1941 eine einsatzfähige Atombombe zum Ziel hatte, bis zum tatsächlichen Abwurf der Bombe mit ihrer unvergleichlichen Zerstörungskraft spannt der Film den Bogen. Dabei kommen einige der letzten lebenden Augenzeugen zu Wort - sowohl auf amerikanischer als auch auf japanischer Seite. Die einstigen Besatzungsmitglieder der "Enola Gay", jenem US-Bomber, der den Sprengkörper namens "Little Boy" von einer Pazifikinsel in Richtung Hiroshima transportierte, um ihn dort abzuwerfen, erinnern sich ebenso an die Ereignisse von 1945 wie der japanische Arzt Shuntaro Hida, der den Abwurf aus sicherer Entfernung beobachten konnte. Hida schildert auch, welch Bild des Schreckens die Bombe in Hiroshima hinterlassen hatte. Die Urgewalt dieser Bombe, die eine Sprengkraft von 12.500 Tonnen TNT freisetzte, hatte eine Spur der Verwüstung in den japanischen Boden gezeichnet. Bis heute können die japanischen Überlebenden die Bilder des Schreckens nicht vergessen.

Die Zerstörung und das Leid, die die US-Atombombe verursachte, erschütterte das Dasein der Menschen in den Grundfesten. Nach einer weiteren Atombombe, die nur kurz darauf über der japanischen Stadt Nagasaki abgeworfen worden war, lieferten sich die beiden Supermächte USA und Sowjetunion im Kalten Krieg über Jahrzehnte ein Wettrüsten, nicht zuletzt mit der Waffe der Waffen: der Atombombe.

"Hiroshima. Der Tag, der die Welt veränderte" reflektiert den Anfang des Atomzeitalters mit Augenzeugenaussagen, Archivbildern, Computeranimationen und Reenactments. Produziert wurde die BBC-Dokumentation in Japan, Großbritannien und Polen. Die Erfahrungen der wenigen noch lebenden Augenzeugen wirken heute, 70 Jahre nach dem Abwurf, wie eine weise Mahnung für einen Planeten ohne Atomwaffen.

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