Stadler: Kreisky erhielt vor fast 80 Jahren Asyl in Schweden – beenden auch wir die unmenschliche Situation in Traiskirchen

Gedenken an Bundeskanzler a.D. Dr. Bruno Kreisky an seinem 25. Todestag

St. Pölten (OTS) - Anlässlich des Todestages von Bruno Kreisky, der sich heute zum 25. Mal jährt, würdigt SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender Bürgermeister Mag. Matthias Stadler den Bundeskanzler a.D. als "einen großartigen Politiker, der stets für die sozialdemokratischen Werte eingetreten ist, diese in seiner Politik umgesetzt hat und der zu den führenden Sozialdemokraten Europas gehört hat". Wie kaum ein anderer habe Kreisky die Gesellschaft und die Politik in Österreich geprägt. Kreisky war DER Modernisierer Österreichs und habe einen wichtigen Beitrag geleistet, damit ein weltoffenes Österreich einen wichtigen Platz in Europa habe, so Stadler: "Er war ein international anerkannter Staatsmann. Und er hat in Österreich nicht zuletzt zur Demokratisierung und Chancengleichheit in vielen Bereichen beigetragen."

Stadler weist außerdem darauf hin, dass Kreisky 1938 vor dem Austrofaschismus und dem Nazi-Regime nach Schweden fliehen musste, um nicht ermordet zu werden. Unvergessen seine Aussage gegenüber den dänischen Behörden, die ihn dann nach Schweden weiterreisen ließen:
"Wenn Sie mich jetzt zurückschicken, liefern Sie mich den Leuten aus, denen ich gerade entkommen bin." Kreisky bekommt Asyl in Schweden und kehrt 1951 in seine Heimat zurück.

Damit sei sein Vermächtnis aktueller denn je, sagt Stadler: "Kreisky war ein Alleinreisender, ein junger Mann auf der Flucht. Hätte er keine Hilfe bekommen, hätte Österreich nie von den Visionen und der Tatkraft des Ausnahmepolitikers profitieren können. Es ist es an der Zeit, daran zu denken, dass auch viele ÖsterreicherInnen vor vielen Jahren Schutz im Ausland gesucht haben und im Hinblick darauf haben wir die Verantwortung, auch in Österreich wieder Menschlichkeit und Solidarität zu zeigen - gegenüber den vielen Kriegsflüchtlingen, die derzeit in unserem Land Schutz und Hilfe suchen. Die aktuelle Lage ist einem freien, neutralen Land wie Österreich mehr als unwürdig. Es ist an der Zeit zu helfen und endlich zu handeln, damit das Massenlager Traiskirchen nicht in eine humanitäre Katastrophe schlittert - die Zeit läuft!"

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