Greenpeace begrüßt Stopp der OMV-Ölbohrpläne in der Adria

Umweltschutzorganisation fordert jedoch von kroatischer Regierung Ende aller Ölbohrpläne

Wien/Zagreb (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt die heutige Entscheidung des österreichischen Mineralölkonzerns OMV seine Ölbohrpläne in der kroatischen Adria aufzugeben. Grund dafür seien laut kroatischen Medien ungelöste Grenzprobleme mit Montenegro. Die Bekanntgabe folgt einer monatelangen Greenpeace-Kampagne, mit der die Umweltschutzorganisation die OMV aufgefordert hat, sich aus der Adria zurückzuziehen.

"Die Entscheidung der OMV ist ein wichtiger Schritt für den Schutz der Adria", erklärt Greenpeace-Sprecher Lukas Meus. "Doch nicht erst die Grenzprobleme, sondern die Gefahren eines möglichen Ölunfalls für den Tourismus und die Umwelt hätten die OMV handeln lassen sollen", wirft Meus ein. Mehr als 50 Prozent der kroatischen Bevölkerung haben sich gegen die Ölbohrpläne ausgesprochen. Auch in Österreich forderten über 21.000 Menschen im Zuge der Greenpeace-Kampagne "Zukunft Adria" die OMV auf, die Bohrpläne in der Adria fallen zu lassen.

Die OMV hatte sich Anfang des Jahres gemeinsam mit dem amerikanischen Ölgiganten Marathon Oil Lizenzen in sieben Ölfördergebieten gesichert. "Die Adria erhält mit dieser Entscheidung, die Ölbohrpläne fallen zu lassen, eine Verschnaufspause", zeigt sich Meus beruhigt, betont jedoch: "Aber auch andere Ölkonzerne wollen die Adria ausbeuten. Jetzt liegt es an der kroatischen Regierung auf ihre Bevölkerung zu hören und diese gefährlichen Ölbohrungen ein für alle Mal zu stoppen."

Um auf die brisante Situation aufmerksam zu machen protestierten diese Woche Greenpeace-AktivistInnen in Wien, Graz, Linz und Innsbruck vor OMV Tankstellen. "Noch sind wir nicht am Ziel. Gemeinsam werden wir uns weiter dafür einsetzen, dass die kroatische Küste zu keinem schwarzen Ölteppich verkommt", so Meus abschließend.

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