OMV steigt aus Ölbohr-Plänen in der Adria aus

GLOBAL 2000 begrüßt Entscheidung im Sinne der unternehmerischen Verantwortung und des Klimaschutzes

Wien (OTS) - Wien, den 29.7.15: Nach Informationen von Zelena Akcija, der kroatischen Partnerorganisation von GLOBAL 2000, steigt der österreichische Ölkonzern OMV aus dem Bohrprojekt in der kroatischen Adria aus.

"Wir begrüßen die Entscheidung des Konzerns OMV unter dem neuen CEO Rainer Seele", sagt Dr. Reinhard Uhrig, Kampagnenteam-Leiter von GLOBAL 2000. "Im Sinne der unternehmerischen Verantwortung ist das Bohrprojekt mit den zehn Konzessionsgebieten vor dem kroatischen Urlaubsparadies unvertretbar."

Der Konzern hatte zusammen mit einem anderen Erdölunternehmen sieben der zehn vergebenen Konzessionen von der kroatischen Regierung übernommen, jetzt wurde bekannt, dass der Konzern die finalen Verträge nicht unterzeichnen wird - vorgeblich wegen der Grenzstreitigkeiten Kroatiens mit Slowenien und Montenegro.
Über 5700 ÖsterreicherInnen hatten in einer GLOBAL 2000-Petition den Konzern aufgerufen, die Verträge nicht zu unterzeichnen. Diese Woche verteilen AktivistInnen an OMV-Tankstellen in Österreich Informationen zu den geplanten Öltürmen in der Adria und rufen die AutofahrerInnen auf, den Konzern zu kontaktieren.
In Kroatien lehnt eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung die Öl-Pläne der derzeitigen Regierung ab, die Umweltschützer bereiten ein Referendum über die Zukunft der Adria vor, das die Aufhebung der Konzessionen und ein Ende der Bohrprojekte fordert.

GLOBAL 2000 Klima-Petition: Energiewende jetzt

Im Sinne des Klimaschutzes müssen Konzerne wie die OMV mindestens ein Drittel der förderbaren Ölreserven unter der Erde lassen - sonst droht der Welt ein noch schlimmeres Klima-Chaos als durch die von der internationalen Staatengemeinschaft angestrebte Erwärmung der Welt um durchschnittlich 2 Grad Celsius, mit den bereits sichtbaren Folgen wie Starkniederschlägen, Dürreperioden und abschmelzenden Gletscher-und Eismassen.

"Gerade 2015, wo bei der Klimakonferenz in Paris ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll unterzeichnet werden soll, müssen Zeichen der unternehmerischen Verantwortung wie der OMV-Adria-Ausstieg gesetzt werden", so Uhrig. "Die Errichtung von Ölplattformen in der Adria wäre eindeutig ein falsches Signal - keep the oil in the soil - halten wir nicht nur unsere Urlaubsparadiese lebenswert."

Link zur GLOBAL 2000 Klima-Petition:
www.global2000.at/klima-2015-wir-wollen-100

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Dr. Reinhard Uhrig
Teamleiter Kampagnen / Head of Campaigns
0699/14200018

Mag. Martin Aschauer
Leitung Öffentlichkeitsabteilung
0699/14200033

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