Neues Volksblatt: "Schönes Daheim" von Markus EBERT

Ausgabe vom 23. Juli 2015

Linz (OTS) - Schade. Der Linzer SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger hat zwar mit seinem Parteifreund Gerald Klug gesprochen, aber es ist beim Small-Talk mit dem Verteidigungsminister ganz offensichtlich nicht darum gegangen, die Ebelsberger Kaserne doch noch temporär zur Linderung der Quartiersnot für Asylwerber zu nutzen. Vielmehr freut sich der Bürgermeister, dass der Verkauf der Heeresliegenschaft bald über die Bühne gehen könnte. Umgekehrt betrachtet bliebe also noch viel Zeit für die sinnvolle Nutzung zumindest eines Teils der Räumlichkeiten. Von Räumlichkeiten, die zur Unterbringung von Asylwerbern wohl um einiges besser geeignet wären als Turnsäle in Linzer Schulen.
Dass der Bürgermeister in dieser Sache von seiner Parteifreundin und für Asyl zuständigen Landesrätin Gertraud Jahn so gar nicht in die Pflicht genommen wurde, beweist: Solidarität und Sozialdemokratie bedingen einander nicht zwingend. Um so erfreulicher ist, dass die Solidarität in OÖ, was die Schaffung von Quartieren für Flüchtlinge betrifft, parteiübergreifend zwischen ÖVP, SPÖ und Grünen funktioniert. Man könnte natürlich auch sagen: Seit Jahn in dieser Sache helfend unter die Arme gegriffen wird, geht mehr weiter. Und:
Vielleicht bekommen ja dereinst, wenn Luger seinen städtebaulichen Traum in Ebelsberg verwirklicht hat, die mittlerweile ansässig gewordenen Asylwerber dort ein schönes Daheim...

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