Alibi-Ausschreibung durch das Sozialministerium?

BIZEPS fordert den Sozialminister auf das Thema "Gewalt an und sexueller Missbrauch von Menschen mit Behinderungen" ernst zu nehmen

Wien (OTS) - Im Parlament wurde im Jahr 2014 beschlossen, dass das Sozialministerium im Bereich "Gewalt an und sexueller Missbrauch von Menschen mit Behinderungen" eine seriöse Studie erstellen lassen soll.

"Doch die Rahmenbedingungen bei der Ausschreibung dieser Studie waren so katastrophal, dass beinahe alle vom Sozialministerium angefragten WissenschaftlerInnen absagten und in einem gemeinsamen Offenen Brief eine Neuausschreibung forderten", hält Martin Ladstätter vom Behindertenberatungszentrum BIZEPS fest.

Dem Ministerium liegt nur ein einziges Angebot vor und nun ist zu befürchten, dass durch die Rahmenbedingungen der Ausschreibung keine qualitativ hochwertige Studie erstellt werden kann.

BIZEPS fordert daher den Sozialminister auf, dafür zu sorgen, dass die Studie neu ausgeschrieben wird, um angemessene Rahmenbedingungen sicherzustellen.

"Es ist sicherlich nicht im Interesse des Parlaments eine Alibi-Studie finanzieren zu lassen. Wir haben die Befürchtung, dass der Sozialminister die Wichtigkeit des Thema unterschätzt."

Rückfragen & Kontakt:

BIZEPS - Martin Ladstätter 0699/17745449

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BIZ0001