Traschkowitsch: Unwürdige Arbeitsbedingungen und Chaos bei Asyl-Verfahren beenden

„Innenministerin trägt Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Flüchtlingen!“

Wien (OTS/SK) - Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen LSBTI Organisation, kritisiert die Zustände in den Stellen des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl bei der Bearbeitung von erstinstanzlichen Asylanträgen. Es sei "traurig genug, dass sich die EU-Innenminister in einem vereinten Europa nicht auf eine faire Quotenaufteilung einigen können", so Traschkowitsch am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Wenn aber in Österreich - nur um Verfahren schnellstens auf den Weg zu bringen - sowohl für Schutzsuchende als auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unwürdige Arbeitsbedingungen herrschen, so ist das ein Skandal", macht Traschkowitsch deutlich. Er fordert die zuständige Innenministerin Mikl-Leitner auf, diese Zustände rasch zu beheben. "Die Ministerin trägt Verantwortung gegenüber schutzsuchenden Flüchtlingen und gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern", stellt der SoHo-Vorsitzende klar. ****

"Eine ruhige Einvernahme unter Wahrung der Privatsphäre muss gewährleistet sein", sagt Traschkowitsch. Das sei aber - zumindest in Wien - meistens nicht der Fall. Vielmehr finden mehrere Einvernahmen von Asylwerbern gleichzeitig in einem Raum statt, weiß Traschkowitsch. "Wie soll sich ein Schutzsuchender in so einer Atmosphäre dem Beamten gegenüber öffnen, wenn andere sein Interview mithören können? Menschen, die in ihren Heimatländern aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verfolgt werden, trauen sich in so einer Situation verständlicherweise oft nicht, über ihre Probleme und die Gründe für ihre Flucht zu sprechen." Traschkowitsch kritisiert zudem die mangelhafte technische Ausstattung und Infrastruktur in den Stellen des Bundesamtes, durch die es administrativ zusätzlich "zu einem Chaos kommt".

"Verfahren sollen im Interesse aller rasch und gerecht abgewickelt werden. Dafür ist es aber notwendig, dass die Arbeitsbedingungen stimmen. Dafür hat die Innenministerin Sorge zu tragen. Alles andere ist ein für Österreich unwürdiges Schauspiel", betont Traschkowitsch. (Schluss) sc/mp

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