Kulturminister Ostermayer: "Kunst ist ein Scheinwerfer, der uns erkennen lässt, was richtig und was falsch ist"

Ostermayer beim Festakt zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele 2015

Bregenz (OTS) - "Kunst und Kultur haben uns geholfen, aus dem Schatten des Nationalsozialismus und aus der Dumpfheit der Nationalismen des 19. und 20. Jahrhunderts in eine neue Phase europäischer Zusammenarbeit zu kommen Gemeinsam mit der Wissenschaft ist Kunst ein universales Werkzeug, um unserer Vergangenheit und Gegenwart besser zu verstehen", sagte Bundesminister Josef Ostermayer heute, Mittwoch, bei der Eröffnung der Bregenzer Festspiele. "Ich bin davon überzeugt, dass Kunst und Kultur in den nächsten Jahren nicht weniger wichtig sein werden als in der Vergangenheit. Die Kunst ist nämlich ein Scheinwerfer, der uns erkennen lässt, was richtig und was falsch ist, was menschlich geboten und was unmenschlich und zynisch ist", so Ostermayer.

Der Kulturminister spannte in seiner Rede den Bogen von Österreichs Vergangenheit bis in die heutige Zeit der Europäischen Union. "Im Jahr 1946, als der Schutt des größten Krieges der Menschheitsgeschichte noch lange nicht überall beseitigt war, fanden die ersten Bregenzer Festwochen statt. Längst gehören sie zu jenen Einrichtungen, die Grund dafür sind, dass dieses vergleichsweise kleine Land Österreich als kulturelle Großmacht gehandelt wird", so Ostermayer.

Europa habe aus seiner Geschichte im "grundsätzlichen Bekenntnis zu gemeinschaftlichem Handeln und mit dem grundsätzlichen Willen zum Kompromiss und zur Solidarität" gelernt. "In jeder und daher auch in unserer Gesellschaft kann es nie zu viel Solidarität geben. Sie ist das Grundprinzip des menschlichen Zusammenlebens und der gegenseitigen Hilfe. Denn der Zusammenhalt und das Miteinander sind die Basis einer humanen, friedlichen und zivilisierten Gesellschaft. Menschenrechte, Rechtsstaat, Demokratie, soziale Wohlfahrt - aber selbstverständlich auch kulturelle Freiheit - sind die Fundamente des heutigen Europas. Diesem Geist müssen wir auch in Zukunft alle Chancen geben", so Bundesminister Ostermayer abschließend.

Das Festspiel-Programm beginnt mit den Premieren der Opern "Turandot" von Giacomo Puccini und "Hoffmanns Erzählungen" von Jacques Offenbach. Aus diesem Anlass bildeten musikalische Kostproben wie die Arie "Nessun dorma" aus "Turandot" gemeinsam mit den Wiener Symphonikern den kreativen Rahmen des Festaktes, welcher von der neuen Intendantin Elisabeth Sobotka feierlich inszeniert und durch Bundespräsident Heinz Fischer vor rund 2.000 Gästen eröffnet wurde.

Bilder von der Eröffnung können Sie aus dem Fotoservice des Bundeskanzleramtes http://fotoservice.bundeskanzleramt.at/ kostenfrei abrufen.

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