Caritas startete Gurkenglasaktion für eine Zukunft ohne Hunger

Mit einem Aktionstag startete die Caritas der Erzdiözese Wien in die diesjährige Hungerkampagne und verteilte 300 Gurkengläser an PassantenInnen auf der Mariahilfer Straße.

Wien (OTS) - "Alle zehn Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Hunger und Unterernährung. Weltweit leiden 795 Millionen Menschen an Hunger und Unterernährung, täglich sterben daran 8.000 Kinder. Das Thema Hunger mag ein verlässlich wiederkehrendes Thema sein. Doch:
Ein himmelschreiendes Unrecht wird nicht rechtens, nur weil es zur Gewohnheit geworden ist", so Caritas Präsident Michael Landau im Rahmen einer Kundgebung auf der Mariahilfer Straße gemeinsam mit Christoph Schweifer, Auslandshilfe-Generalsekretär der Caritas Österreich.

Vor wenigen Tagen konnte sich Landau im Südsudan selbst ein Bild davon machen, was Hunger bedeutet. "Ich habe eine Baby-Feeding-Station in der Nähe von Juba besucht, wo gerade 105 Kleinkinder aufgepäppelt werden. Keines der Kinder hat geschrien. Ich fürchte, ihnen fehlte die Kraft dazu", zeigte sich Landau betroffen. "Die gute Nachricht aber lautet: Hunger ist kein Naturgesetz." Der Hunger ging von 18,6 Prozent der Weltbevölkerung im Jahr 1990 auf 10,9 Prozent im Jahr 2015 zurück. Heute leiden 167 Millionen Menschen weniger an Hunger, als noch vor etwa zehn Jahren. Landau: "Das sollte uns Mut machen für den Weg, der noch vor uns liegt. Wir können den Hunger besiegen! Doch eines ist klar: Wir sind darauf angewiesen, dass möglichst viele Menschen unsere Ziele mittragen."

Gurkengläser mit Münzen füllen und Leben retten
Im Rahmen des Aktionstages verteilte die Caritas auf der Mariahilfer Straße 300 Gurkengläser an PassantInnen und machte so auf das Thema aufmerksam. "Unsere Bitte lautet: Füllen Sie über den Sommer leere Gläser mit Centmünzen und spenden Sie das gesammelte Geld! Das Motto lautet: In Sauren-Gurken-Zeiten kann jeder Cent helfen."
Die Caritas ist froh, mit der BAWAG P.S.K auch in diesem Jahr einen verlässlichen Partner an der Seite zu haben, der unsere Vision von einer Welt ohne Hunger teilt. Österreichweit stehen mehr als 500 Postfilialen als Sammelstellen zur Verfügung, in denen die vollen Gurkengläser wieder abgegeben werden können. Bei Bareinzahlung auf das Caritas Spendenkonto verzichtet die BAWAG auf das Einzahlungsentgelt.

Mit dem Erlös er Aktion hilft die Caritas dort, wo die Not am größten ist. Im Sommer 2015 leistet die Caritas Hunger- und Überlebenshilfe an zwei besonders betroffenen Schauplätzen: im Südsudan und in Syrien. "Wir verteilen Lebensmittel, sauberes Wasser, Medikamente, Decken, Schlafmatten und Hygieneartikel. Es werden auch Zelte oder andere Notunterkünfte bereitgestellt. In Ernährungszentren werden schwer unterernährte Kleinkinder versorgt, BäuerInnen erhalten Saatgut, Nutztiere und Ausbildung", erklärt Christoph Schweifer, Auslandshilfe-Generalsekretär der Caritas Österreich. Mit den Mitteln aus der Aktion soll die Ernährungssituation von insgesamt 100.000 Menschen in den ärmsten Ländern der Welt verbessert und damit Hunger langfristig bekämpft sowie Kriegsvertriebene unterstützt werden. "Hunger ist eine globale Tragödie, aber gemeinsam können wir helfen. Die wichtigsten Partner im Kampf für eine Zukunft ohne Hunger sind Sie!"

Mit 30 Euro erhält eine Familie in den ärmsten Ländern Afrikas Gemüsesaatgut und Bodenbearbeitungsgeräte oder ein syrisches Flüchtlingskind wird für einen Monat lang mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung versorgt.

www.caritas.at/hunger

Spendenkonto
PSK
IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004
BIC: OPSKATWW
Kennwort: Hungerhilfe

Rückfragen & Kontakt:

Michaela Sieger,
Presse Caritas der Erzdiözese Wien
0664/887 98 816
michaela.sieger@caritas-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | CAR0007