Schwentner: Kindergeld-Reform nicht ohne bezahlten Papamonat

Grüne: Mehr Partnermonate und Alleinerziehende nicht länger benachteiligen

Wien (OTS) - "Ich unterstütze die Position der SPÖ, dass trotz Flexibilität steuernd ins neue Kinderbetreuungs-System eingegriffen wird und eine gewisse Anzahl von Monaten pro Elternteil reserviert wird. Wenn ein Drittel der Zeit für Väter festgesetzt wird, nähern wir uns dem Ziel der Gleichstellung wieder ein bisschen an", reagiert die Grüne Familiensprecherin Judith Schwentner auf den entsprechenden Vorstoß von SPÖ-Ministerin Heinisch-Hosek.

Dass die zuständige ÖVP-Familienministerin Karmasin den Vorschlag ablehnt, hält die Grüne für fadenscheinig. "Karmasins Argument, dass Alleinerziehende durch mehr Partnermonate benachteiligt würden, ist vorgeschoben. Selbstverständlich muss die Benachteiligung von Alleinerziehenden verhindert werden. Dafür gibt es aber Lösungen, entweder Alleinerziehende bekommen den geplanten Partnerschaftsbonus oder eine gewisse Anzahl von Extra-Monaten als Ausgleich. Oder getrennt lebende Partner sowie neue Partner können auch endlich Kinderbetreuungsgeld beziehen", schlägt Schwentner vor.

"Das aktuelle Kinderbetreuungsgeld-System hat drei zentrale Probleme:
Es ist hoch komplex, es unterstützt lange berufliche Abwesenheiten und die Beteiligung von Vätern ist viel zu gering", kritisiert die Familiensprecherin. Oberstes Ziel einer Reform muss aus Grüner Sicht sein, dass die Zeit der familienbedingten Auszeit für Männer und Frauen allmählich angeglichen wird. Überdies sollte ein bezahlter Papamonat ein weiterer gezielter Anreiz für Väter sein, im Anschluss an die Geburt des Kindes die Betreuung zu übernehmen.

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