Edlinger: Schluss mit Hatz auf PensionistInnen!

Wirtschaft soll endlich mehr altersgerechte Arbeitsplätze schaffen und Bonus-Malus-System umsetzen – Bei Frauenpensionsalter gesetzlichen Pfad einhalten

Wien (OTS) - Der Vizepräsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), Bundesminister a. D. Rudolf Edlinger, forderte Dienstag einmal mehr "Schluss mit der Hatz auf PensionistInnen!". Er reagierte damit auf die seitens der Wirtschaftskammer, der Industriellenvereinigung und der ÖVP neuerlich erhobenen Forderungen nach einer raschen Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters für Frauen und einschneidenden Maßnahmen im Rahmen einer Pensionsreform. ****

"Statt ständig die älteren ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen zu verunsichern, wären die Wirtschaft und die ÖVP gut beraten, endlich zielführende und bereits vereinbarte Maßnahmen im Sinne der Beschäftigung Älterer umzusetzen und sich an getroffenen Regeln zu halten", so Edlinger weiter. "Ich appelliere an die Wirtschaft, endlich das Bonus-Malus-System für ältere ArbeitnehmerInnen auf Schiene zu bringen und insgesamt deutlich mehr altersgerecht Arbeitsplätze zu schaffen. Solange 50Jährige wegen ihres Alters aus Unternehmen gemobbt werden und Frauen noch immer deutlich weniger Lohn als Männer für die gleiche Arbeit erhalten, ist eine Debatte über eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters kontraproduktiv, weil diese nur die Arbeitslosigkeit erhöhen würde", meine Edlinger.

Edlinger erinnerte zudem daran, dass im Fall der Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters bei Frauen die Regierungspartner SPÖ und ÖVP gemeinsam einen gesetzlichen Pfad beschlossen hätten. "Verträge sind im Interesse der Lebensplanung der Betroffenen einzuhalten, auch wenn die ÖVP nun aus parteitaktischen Gründen meint, sich zu Lasten der berufstätigen Frauen davon absentieren zu müssen", forderte Edlinger.

Auch das ständige gebetsmühlenartige Wiederholen von völlig unbegründeten Angstparolen seitens der Wirtschaft und der ÖVP im Zusammenhang mit der Finanzierbarkeit der Pensionen, so Edlinger, wäre nichts anders als ein Ablenken von den tatsächlichen schwarzen Löchern. "Während auf der einen Seite für gestrauchelte heimische Banken laufend Milliarden zur Verfügung gestellt werden, sollen auf der anderen Seite die älteren ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen die Zeche für die Folgen des erzkonservativen, neoliberalen Wirtschaftspolitikverständnisses bezahlen. Dabei wird der PVÖ sicherlich nicht mitspielen", betonte Edlinger abschließend. (Schluss)

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